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1 (1913)
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dürften auch in unseren Kolonien gedeihen. Mir standen nureinige über 30 Jahre alte Samen der Ormosia coccinea zurVerfügung. Es gelang mir jedoch trotzdem, in diesen einPhasin nachzuweisen, das auf Kaninchenblut deutlichagglutinierend wirkt, während es Meerschweinchen-undTaubenblut unbeeinflusst lässt.

Ich führe diese uns sonst ferner liegende Samenart nurdeshalb mit an, weil sie den Beweis liefert, dass die Phasineauch nach dreissigjährigem Lagern der Samen nochvorhanden sind, noch teilweis löslich sind und nochprompt wirken. Für Eizin habe ich den entsprechendenNachweis schon 1887 erbracht.

6. Über Helmbohnenphasin.

Die Helmbohne, Dolichos Lablab L. sive Lablabvulgaris Savi, ist ein perennierendes hochwindendes Kraut derTropen der alten und neuen Welt. Über den Futterwert seinerSamen haben soeben F. Honcamp, H. Göttsch, B. Gschwendneb,M. Zagoeodskx und H. Zimmeemann *) wichtige Mitteilungen ge-macht, die ich nicht zu referieren brauche. Das fette Öl unsererBohne wurde von C. C. Grimme 2 ) eingehend untersucht. DieHelmbohne existiert in zahlreichen Varietäten. Die von miruntersuchten Samen gehören zu derselben Sorte, welche ProfessorHoncamp und seine Mitarbeiter benutzten. Sie stammten wiejene aus Amani.

Es gelang mir, in ihnen ein Phasin nachzuweisen, das aufKaninchen- und Meerschweinchenblut total aggluti-nierend wirkt, während es bei Tauben- und Katzenblutversagte. Erhitzen auf 70° für eine Stunde hebt dieseWirkung auf und ermöglicht die Unterscheidung vonEizin.

7. Über Sphenostylisphasin.

Die Samen von Sphenostylis stenocarpa bilden kleineschwarze Bohnen, über die in der pharmakologischen Literaturnoch gar nichts zu linden ist. Sie werden von wildwachsendenExemplaren der Pflanze in Ostafrika gesammelt und dienen alsNahrungsmittel für Menschen und Tiere. Ich erhielt eine Probe-

») Landw. Versuehs-Stationen Bd. 77, 1912, S. 316.s ) Pharaaz. Zentralhalle Jahrg. 52, 1911, S. 1147.