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b) Die Wistaria speciosa Nutt. sive Wistaria frutes-cens DC. ist in Nordamerika heimisch und soll dort auchmedizinisch benutzt worden sein. Auch bei dieser treten demGewicht nach die Samen gegen die Hülsen sehr zurück. Dievon mir frisch aus Kew Gardens bezogenen Früchte enthieltenauf 64 g phasinfreie Hülsensubstanz nur 9 g Samen (36 Stück).Auch hier gab das rein dargestellte Phasin Peroxydasen -reaktion. Es enthielt 9.56% Wasser und 15.16% Asche.Sehr auffallend war mir, dass dies Präparat bei längerem Auf-heben für sieben der von mir benutzten Blutarten seine Wirkungverlor, für andere dagegen sie ungeschwächt bewahrte. DieAusbeute an Phasin aus den frischen ungetrockneten Samenbetrug 15 °/ 0 . Im Gegensatz zu dem Phasin der Wistaria sinensiswirkte das vorliegende bei fast allen Blutarten in grösserenDosen total hämolytisch. Bei Kinder- und Pferdeblut-körperchen war die hämolytische Wirkung so stark aus-gesprochen, dass die agglutinierende überhaupt nicht zum Ausdruckkam. Alles weitere besagt die nachstehende Tabelle.
Tabelle VIII.
Übersicht über die agglutinierenden Wirkung-en des frischen Phasinsder "Wistaria frutescens.
Nummer
B 1 u t a r t:
Grenze der totalenAgglutination
1
2
3
4
5
6
7
8
9 ■1011
Igelblut...........
Katzenblutkörperchen......
Kaninchenblut.........
Menschenblut (vergl. No. 7) . . . .Krötenblut..........
1:2000 0001: 666 0001: 666 0001: 300 0001: 200 0001 : 125 0001: 41 6671 : 13 3331: 12 2221: 6 2501: 3125
Der Nachweis der Samen von Wistaria frutescens inFutterkuchen hat für uns kein Interesse, da er in Europakaum vorkommen dürfte. Die Unterscheidung der Phasinebeider Wistarien vom Rizin ist durch einstündiges Er-hitzen auf 70° nicht zu führen, da beide ihre agglu-