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deutung für den Landwirt ausführlich ausgesprochen hat, kannich mich mit einleitenden Bemerkungen um so kürzer fassen.Die den Landwirt angehendenProduktesindSojabohnenkuchen,Sojabohnenmehl und Sojabohnenschrot. Für die Ernährungder ärmeren Klassen wird Sojabohnenkäse, Sojabohnenbrotund Sojabohnen öl sehr bald eine erhebliche Wichtigkeit ge-winnen. Der chinesische Prinz Li Yü-ying, vor kurzem noch Studentin Paris, hat dort eine Bohnen käsegesellschaft, Caseo-Sojainegenannt, gegründet, welche die Popularisierung der genanntenPräparate anstrebt. Ein von dem Prinzen geschriebenes BuchLe Soja wendet sich an das gebildete Publikum. Es wird darindas Mehl und Brot der Soja unter anderem auch zur Ver-wendung für Zuckerkranke empfohlen, da es viel kohlehydrat-ärmer ist als gewöhnliches Brot. Es entspricht ferner den Be-dürfnissen der Vegetarier viel besser als unser Brot. AuchSojazwiebacke, Sojamarmeladen und Sojamilch sind imHandel. Die Pflanze existiert in vielen Varietäten, von denenmehrere auch in unserem Klima mit Vorteil gebaut werden könnenund sich sicher einbürgern werden. Auch zur Herstellung vonGenussmitteln, von denen die Sojasauce das bekannteste ist,dient unsere Pflanze. Uns interessieren hier die in der getrocknetenBohne bis zu 40°/ 0 vorhandenen Eiweissstoffe. Diesen haben wiruns nunmehr zuzuwenden. Zu ihnen gehört wohl auch die injedem wässrigen Sojabohnenauszug neben den noch zu besprechendenEiweissen enthaltene Soja-Urease, welche T. Takeuchi 1 ) ent-deckt hat. Ich kann diese Urease zum Harnstoffnachweis durch-aus empfehlen; sie wandelt Harnstoff bei Körpertemperaturrasch in Ammoniumkarbonat um; andere Amidsubstanzen bleibenunbeeinflusst.
Nach Th. B. OsBOENE a ) besteht der Hauptteil des Eiweissesder Sojabohne aus Glycinin. Dieses gehört zu den Globulinen.
In den Kochsalzextrakten des Sojabohnenmehles finden sichneben dem Glycinin nach Osborne auch geringe Mengen einesanderen Globulins, das in verdünnteren Salzlösungen löslichist. Weiter finden sich in diesen Auszügen ungefähr 1.5 °/ 0 eines
*) Journal Coli. Agricult. Jap. (Tokio 1909) Jahrg. 1, 1; ref. in Apotheker-Ztg. 1909, S. 886.
2 ) Biochem. Handlexikon, herausgegeben von Abderhalden. Bd. 4(Berlin 1911), S. 7.