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1 (1913)
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löslich, das Rizinusöl und das Krotouöl. Ein alkoholischer Aus-zug solcher Mehle hat also im wesentlichen diese beiden zu be-rücksichtigen. Nun konnte ich feststellen, dass 5% ige Rizinusöl-emulsionen, Fröschen in den Rückenlymphsack eingespritzt,keinerlei schwere anatomische Veränderungen hervorrufen, Kroton-Ölemulsionen dagegen schon in kleinen Dosen ausnahmslos. Mankann daher dieses Öl, falls man es nicht durch den Koste-versuch identifizieren will es schmeckt nämlich ausserordentlichstark brennend und kratzend durch den Froschversuch vonRizinusöl und allen in Futtermitteln vorkommenden fetten Ölenleicht unterscheiden.

Zu den Versuchen dienten Temporarien (Feldfrösche) von3040 g. Das Krotonöl wurde aus wohl 30 Jahre alten Samenunserer Sammlung hergestellt. Es reagierte, wie Krotonöl ausalten Samen es immer tut, sauer. Es wurde mit Gummi arabicumund einer Spur kohlensaurem Natrium zu einer 5% igen, sehrvollkommenen Emulsion angerieben und diese dann, wenn nötig,weiter verdünnt.

Von dieser Emulsion wirkten bei Einspritzung in denRückentymphsack Dosen, die 1050 mg Öl entsprachen, aus-nahmslos rasch tödlich, während die andern in Frage kommen-den Öle der Kraftfutter diese Wirkung nicht haben. Aber auchnoch Dosen von 19 mg wirkten in gleicher Weise letal. DieErscheinungen, unter denen die Tiere dabei in 210 Stundenzugrunde gingen, waren Abschwächung der Atmung und derspontanen Bewegungen bis zum völligen Verlust, dann Abnahmeder Refiexerregbarkeit, endlich Herzstillstand. Ausnahmslosfand sich im Magendarmkanal irgendwo, und zwar meist imMagen Blut; ebenso war die Muskulatur des Rückens und derOberschenkel oft von einzelnen Blutaustritten durchsetzt. Auf-fallend war, dass der Magen, auch wenn er prall voll Blut war,nach dem vorsichtigen Abwischen nirgends Veränderungen derWandungen zeigte, selbst nicht einmal bei mikroskopischerUntersuchung. Wir werden nachher erfahren, wie sich dieserklärt.

Bei noch kleineren Dosen, von 0.9 mg bis zu 0.1 mg Kro-tonöl hinunter, trat ebenfalls schwere Vergiftung der Tiere ein,nur erfolgte der Tod erst nach 3648 Stunden und die ana-tomischen Veränderungen waren oft viel geringer.