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1 (1913)
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48
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8 Stunden macht es einen kranken Eindruck und nach 10 Stunden wird estot im Käfig vorgefunden.

Die Sektion ergibt zahlreiche punktförmige Blutaustritte im Ileumund im Wurmfortsatz unter die Serosa. Die Plaques ebenfalls mitkleinen Blutaustritten durchsetzt.

Ein etwas grösseres Kaninchen starb nach Subkutaninjektion von1 ccm des gereinigten (4mal stärkeren) Auszugs am 2. Tage. Die anatomischenVeränderungen waren analoge aber geringere.

Durch diese Versuche war der Beweis, dass es sich auchin diesem Falle um rizinushaltigen Kokoskuchen handelteerbracht.

Ein drittesmal, wo ich Kokoskuchen auf Rizinus zu unter-suchen hatte, handelte es sich um einen GrossgrundbesitzerMecklenburgs, der von der Landwirtschaftlichen Hauptgenossen-schaft Berlin, Zweigniederlassung Bostock,nordrussische" Kokos-kuchen bezogen hatte, nach deren sachgemässer Verfütterungschwere Erkrankungen zahlreicher Kühe vorkamen, die zu Not-schlachtungen zwangen. Ich wurde vom Vorsitzenden der Zivil-kammer des Rostocker Landgerichtes aufgefordert, mich überdie Futterkuchen und deren Zusammenhang mit der Erkrankungzu äussern, nachdem vorher sowohl die hiesige Landwirtschaft-liche Versuchsstation als das Hamburger Botanische Staats-institut sich dahin geäussert hatten, dass Rizinusbestandteilein Spuren in dem Futter nachweisbar seien. Die ver-klagte Genossenschaft erklärte, gestützt auf Prof. Schmidt inHamburg, dass so kleine Mengen von Rizinus in Futterkuchenunschädlich seien, ganz abgesehen davon, dass bei dem Aus-pressen der Kokossamen unter hohem Druck der Rizinussameseine Giftigkeit vollständig verliere. Unter solchen Umständenkonnte nur das Experiment entscheiden. Ich prüfte zunächstdie der hiesigen Landwirtschaftlichen Versuchsstation seinerzeitzugesandte Probe der fraglichen Kuchen nach. Zweitens Hessich mir von dem Gute des Klägers durch den Inspektor vomRest der noch vorhandenen Kuchen Proben kommen. BeideSorten waren auffallend dunkel. Die recht mühsame Unter-suchung zahlreicher Proben beider Sorten ergab, dass in diesemFalle die Zusammensetzung der Kuchen keine gleich-artige war, sondern dass in den von der hiesigen Versuchs-station bezogenen nebeneinander vorhanden waren 1. völligrizinusfreie Stücke, 2. Stücke, welche minimale Spuren vonRizinus enthielten, 3. einzelne stark giftige Stücke.