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Kurzes Lehrbuch der anorganischen Chemie : ein Repetitorium für Chemiker, Mediciner und Pharmaceuten
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Aluminhmiverbindtmgen,

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Das gelatinöse Aluminiumhydroxyd hat die Eigen-schaft, lösliche Substanzen, z. B. Farbstoffe, aus ihrerLösung beim Ausfällen mit niederzureissen resp. in frisch-gefälltem Zustande dieselben zu fixiren; darauf beruht dieAnwendung der Aluminiumsalze zur Herstellung von»Lackfarben«, sowie ihre Verwendung als »Beizen«in der Färberei. Das normale Hydrat, Als Os • 3 HaO= 2 Al(OH)s, findet sich in der Natur als Hydrargillit.Ausserdem kommt aber noch das Dihydrat, AlaOs-2H 2 0 = (HO)2Al-0-Al(OH) 2 , und das Monohydrat,Al20 3 -H 2 0 = 2 AIO(OH) natürlich vor; ersteres bildet,mit Eisenoxyd gemengt, das in Südfrankreich in grossenAblagerungen auftretende Mineral Bauxit, letzteres denDiaspor, welcher durch vorsichtiges Erwärmen vonAl(OH)s künstlich erhalten werden kann.

Durch Auflösen von Aluminiumhydroxyd inSchwefelsäure oder Zersetzen von Kaolin vermittelstSchwefelsäure und Krystallisation der klaren Lösung ent-steht schwefelsaures Aluminium, (SCU^Ala. 16 HaO,Aluminiumsulfat [Aluminium sulfuricum], in Formleicht löslicher, fettig anzufühlender, perlmutterglänzenderBlättchen. 1 ) In der Färberei führt das Aluminiumsulfatden Namen »schwefelsaure Thonerde« oder »concentrirterAlaun«. Mit Kaliumsulfat verbindet es sich, vgl.

Salze, deren Säurereste theilweise durch Hydroxyle ersetztsind, was zugleich deren Constitution ergibt. Aus dieser Definitionfolgt auch, dass basische Salze nur bei mehrwerthigen Metallenexistiren können. — Basische Aluminiumchloride, z. B. AlCls• 2 Al(OH)s = 3 Al(OH) ä Cl, entstehen beim Lösen von Al(OH) 3 ineiner Auflösung von AlCls! In dem »Oxychlorid«, Al(OH)ä Cl,

a i - C1 a i - 0H

sind also >2 Cl« des AI — Cl ersetzt durch »2 OH<: AI — OH

') Das reine Aluminiumsulfat, (SCu)s AI» • 16 Hs O, ist nichthygroskopisch. Durch Verunreinigungen steigt der Wassergehalt desSalzes auf 18 Ha O, und dann ist das Salz hygroskopisch. Im Rohrerhitzt, gibt das Salz zuerst Wasser, hierauf Schwefelsäure ab; beimErhitzen auf Kohle hinterbleibt reines Aluminiumoxyd,unschmelzbar, in der Glühhitze leuchtend; nach dem Befeuchtenmit »Cobaltsolution« und nochmaligem Glühen resultirt eine blaue,unschmelzbare Masse, das >Thenard'sche Blau», Cobalto-äluminat, AI2 O3 ■ 3 Co O, resp. AlaOs-.CoO; Nachweis des AI: