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Anorganische Chemie.
das Baryumsulfat, SGuBa, ist in Wasser und Säuren sogut wie unlöslich, Calciumsulfat, SO4 Ca, dagegen löstsich in 400 Theilen Wassers, und das Strontiumsulfat,SC^Sr, steht in Bezug auf seine Löslichkeit ungefährin der Mitte. Letzteres Verhältniss wiederholt sichübrigens bei den Eigenschaften der drei Metalle selbst,sowie bei ihren anderen Verbindungen und beruht aufder mit steigendem Atom-Gewicht fortschreitenden Zu-nahme des elektropositiven Metallcharakters x ) resp. derBasicität: in der I. Gruppe tritt ja bei den gleichfallsden paaren Reihen zugehörenden Elementen, Kalium,Rubidium, Cäsium, die analoge Abstufung ebensomarkant hervor; cf. pag. 64.
Indem die drei Metalle, Calcium, Strontium,Baryum, das Wasser, gleich den Alkalimetallen, schonbei gewöhnlicher Temperatur, nur etwas langsamer zer-setzen, 1 ) können sie nicht in freiem Zustande in der Naturexistiren. Von denselben gehört das
Calcium
Ca = 39.9
mit zu den am meisten verbreiteten Elementen und findetsich in mächtigen, geschichteten Ablagerungen als Car-bonat, COaCa, sowie als Sulfat, SOd Ca • 2 HaO, fernerin ausgedehnten Lagern als Phosphorit (PCu^Cag, alsFlussspath, CaFb; Calciumsilicate bilden einenBestandtheil der meisten älteren krystallinen Gebirgsarten.In Fluss- und Quellwasser sind Calciumcarbonat und-sulfat die hauptsächlichen mineralischen Beimengungen— cf. pag. 49 — auch enthält der Organismus derPflanzen und Thiere stets Calciumverbindungen.
Das Calcium ist ein gelbes, glänzendes Metall vomspec. Gew. 1.55 bis 1.6; es wird dargestellt durch Elek-trolyse 2 ) von geschmolzenem Chlorcalium, CaCb.
*) Es oxydirt sich metallisches Baryum leichter und zersetzt dasWasser energischer, als dies Strontium und Calcium thun; dasBaryum kommt eben in seinem Verhalten den Alkalimetallen sehrnahe; vgl. nächste Seite Anm. 2 und pag. 139, Anm. 2.
2 ) Bemerkenswerther Weise können weder Calciumoxyd, nochStrontium- und Baryumoxyd durch Erhitzen mit Kohle, Eisen oderNatrium reducirt werden.