Polyterpene.
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als die anderen Terpene, und lässt sich daher in keines derselben mehrüberführen. Mit Br 2 und C1H verbindet es sich nicht, bildet dagegenein charakteristisches Nitrosit, Smp. 155°.
Die Sesquiterpene, C 15 H 24 , sind bei ca. 270° siedende, in ätherischen Oelen(Calmusöl, Ingweröl, Hanföl, Lorbeeröl u. s. w.) sehr verbreitete Substanzen. Cadmon,im Ol Cadinum, Cubebenöl, Patchouliöl, Galbanumöl etc., siedet bei 274—275°; D lr , —0-921; es bildet ein Dihydrochlorid, C 15 H 24 -2HC1, Smp. 117-118°; Dihydro-bromid, C 15 H 24 -2HBr, Smp. 125°. Caryophyllen siedet bei etwa 260°; Clovenbei 261-263°; Humulen bei 266°; Leden bei 255°; u. s. f.
Auch Diterpene C 20 H 32 sind bekannt: Colophen, bei der Destillation des Colo-phoniums, ausPinen mit Vitriolöl; Oel, Sdp. 320°. Ferner: Metaterebenten, Diter-pilen, Diterpen etc.
Als Triterpen, C 30 H 48 , wurde dasAmyrin aus Elemiharz beschrieben, das sichin 2 gut krystallisirende Modificationen zerlegen lässt: a-, Smp. 181°; ß-, Smp. 193°.
Kautschuk, (C I0 H 16 ) X . Ist der eingetrocknete weisse, amorphe Milchsaft zahl-reicher tropischer' Pflanzen,' namentlich von Artocarpeen, Euphorbiaceen (Süd-Amerika)Apocynoen (Indischer Archipel, Afrika).
Reinen Kautschuk erhält man, indem man die Verunreinigungen mit Wasser, mitAlkohol und mit Aether möglichst entfernt, den Rückstand in Chloroform löst und durchAlkohol wieder ausfällt. Seine Zusammensetzung ist dann (C 10 H 16 )x , und die Polymeriemit den Terpenen ergibt sich auch daraus, dass er bei der Destillation Dipenten undIsopren liefert. Den Terpenen gleicht der Kautschuk auch darin, dass er an der LuftSauerstoff absorbirt, .wodurch er spröde wird. Kautschuk löst sich auch in Benzol,Terpentinöl und besonders in einem Gemisch von 100 Thl. CS 2 mit 6-8 Th. absolutenAlkohols. Manvulkanisirt den rohen Kautschuk, indem man ihn z. 15. wiederholt mitSchwefelblumen durchknetet und sodann auf eine bestimmte Temperatur erwärmt: hierdurchwird der Kautschuk für weitere Temperaturgrenzen elastisch und nahezu unlöslich in seinengewöhnlichen Lösungsmitteln. Manche Artikel enthalten noch Bleiglätte, Zinkweiss oderT Hartgummi") Thon Kreide etc. Schwarz färbt man mit Kienruss, roth mit Schwefelantimon.
Die Guttapercha aus dem Milchsaft der Sapotaceen (besonders der indischenIsonandria gutta), enthält'neben (C i0 H 1G ) x noch sauerstoffhaltige Substanzen.
Harze sind glasartige, amorphe Substanzen von muscheligemBruch- unlöslich in Wasser und Säuren lösen sie sich in Alkohol undtheilweise auch in Alkalien (unter Bildung von Salzen, den „Harzseifen"),wonach man in ihnen meistens „Harzsäuren" oder ein- Gemenge vonsolchen anzunehmen hat. Die Harze gehören zu den gewöhnlichstenPfianzenstoflen und sind in der Natur häufig mit Terpenen und äthe-rischen Oelen gemengt (Balsame), von denen man sie durch Destillationmit Wasserdampf trennt. — Sie entstehen aus vielen organischen Sub-stanzen besonders aber aus den Terpenen durch Oxydation an derLuft (durch Verharzen), mitunter aber auch durch chemische Agentien,wie alkoholisches Kali; ausser bei Terpenen, beobachtet man Verharzendurch dieses Agens namentlich auch bei Aldehyden. Diejenigen Harze,welche den aromatischen Verbindungen nahe stehen, geben bei derDestillation mit Zinkstaub Benzol oder Homologe, Naphtelm etc; beider Kalischmelze Resorcin, Phloroglucin, Protocatechusäure etc.
Das Colophonium des Terpentins (S. 406) besteht wesentlich aus Abietin-säure, vielleicht C 19 H 28 0 2 , die aus heissem Alkohol in Blättchen (Smp ca. 165") kry-stallisirt (B 28 K 291.) — Das Galipotharz von Pinus maritima liefert eine ähn-liche Säure,'die'pimarsäure, C 20 H s0 O 2 . — Zu den Terpenen in näherer Beziehungstehen auch C an ad ab als am, Cop aivabalsam, Copal, Dammar, Mastix undSandarak. Ein fossiles Harz ist der Bernstein, der bei der trockenen Destillationneben Bernsteinsäure und Essigsäure ein aus Terpenen bestehendes Oel liefert.
Bt?.
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