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Organische Chemie
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402

Hexahydrocymol.

Dihydroxylole, C 6 H 6 (CH 8 ) 3 .

Eines der theoretisch möglichen Dihydroorthoxy lole (Cantharen) wurde ausCantharidin u. a. durch successive Anwendung- von Jodwasserstoff und concentrirterKalilauge gewonnen; es siedet bei 134°, riecht terpenartig, absorbirt den Sauerstoff undwird von verdünnter S alpetersäur e zu Orthotoluyl- resp. Phtalsäure oxydirt. Dihydro-metaxylol, CH 3 -C : CH-CH 3 -CH 2 -C(CH 3 jrCH. Entsteht aus Methylheptenon (S. 168)durch Chlorzink, unter Wasserabspaltung und Kingschliessung. Sdp. 132—134°;D 20 = 0-8275.

Ein Dihydroparaxylol, wahrscheinlich A 1/4, ist nach einer all-gemein anwendbaren Methode (v. Baeyer, B. 25, 2122) aus Succinyl-bernsteinsäureester (s. d.) erhalten worden, indem man aus letzteremein Paradimethylderivat gewinnt, das durch Abspaltung von C0 2 undein geeignetes Beductionsverfahren den Kohlenwasserstoff liefert. Manerhält aus dem Succinylbernsteinsäureester die folgenden Abkömmlinge:

CHj C0 2 C 2 H S

c

/ \

H 2 C CO

I I

0 C CH 2

X

C0 2 C2H 5 CH S

CH, H

X

H 2 C COOC CH 2

X

H CH 3

H\

CH, H

' Vh

H,C

CH 2

HO/ \ /

c

H X CH 3

H,CHC

CH 3

A

c

CH

CHCH 2

Dieses Dihydroparaxylol siedet bei 133—134° (720 mm), riecht ter-penartig und ist sehr veränderlich. Brom gibt ein Additionsproduct.

Hexahydromesitylen, C 9 H 18 . Aus Mesitylen. Sdp. 135—138°. Gibt Trinitro-mesitylen; ferner Mesitylensäure. Hexahydropseudocumol, C 9 H 13 . Im kaukasischenPetrol (Nononaphten). Aus Pseudocumol. Sdp. 135°. D 0 = 7812.

Hexahydrocymol (Terpan, Menthan), C 10 H 20 =

7 12 3 4 8 9

CH 3 -CH<^3J^>CH-CH<gg 3 . Dieses Homologen des Hexa-

6 ü 10

methylens wurde durch Keduction des Menthols vermittelst Jodwasser-stoff und Phosphor gewonnen, oder vermittelst Schwefelsäure (wobei einTheil des Menthols dehydrogenisirt und in Cymolsulfosäure übergeführtwird, B. 27, 1638); auch durch Beduction von Terpenhydrat.. Siede-punkt 169°; D 0 = 0.8067.

Tetrahydrocymole, C I0 H 18 . 1. Carvomenthen, Sdp. 175—170°; addirt Er 2 .2. Menthen, Sdp. 167—108°, D„ 0 = 0 81. — Das Canon, ein Keton C 10 H 14 O, lagensich leicht in Carvacrol, 1, 2, 4—C 6 H 3 (CII 3 )(ÖH)(C,H 7 "1, um: es hat daher den Keton-sauerstoff auch in Orthostellung zur Methylgruppe; dasselbe gilt ferner für dasvon ihm durch vollständige Eeduction vermittelst Natrium sich ableitende Carvomen-thol, C' 10 H 19 - OH, welches somit als Terpanol mit OH in 2 (oder 6, das gleichwerthigist) erscheint. Andererseits erweist das mit Carvomenthol isomere Menthol C 10 H 19 - OHsich als Oxyhexahydrocj'mol und als ein seeundilrer Alkohol, der leicht zu einem Ketonoxydirbar ist: Menthol muss daher, unterschiedlich vom Carvomenthol, die OH-gruppein 3 (resp. 5) haben. Entzieht man dem Carvomenthol nun Wasser, so gelangt manzu zwei verschiedenen Kohlenwasserstoffen, dem Carvomenthen und Menthen.CH 3 -CH<^(OH)-CH 2>CH _ CH< CH 3 gM CB 3 -C^'^i> CU - CS^

Carvomenthol Carvomenthen

CH 3 -CH<^ r CH(OH) >CH _ CH< CH ^ ^^^-CH^^

Menthol

Menthen

CH 3CH,