Tetramethylenderivate. — Pentamethylenderivate.
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Auch acetylirte Trimethylencarbonsäuren sind bekannt: beispielsweiseCHg-CO-CsIVCOaH, deren Aethylester (Sdp. 195°) aus Aethylenbromid und Acetessig-ester, vermittelst 2 Mol. Natriumäthylat, entsteht; die freie Säure ist ölförmig und liefertbei 200° Acetyltrimethylen, CH 3 -CO-C 3 H 5 , Sdp. 113". — Acetyltrimethylen-oxim, CH B , C(NOH)-C 8 H 5 , schmilzt bei 50—51° und lässt sich unzersetzt verflüchtigen.
Tetramethylenderivate.
Das freie Tetramethylen CH 2 ' CH 2 ' CH 2 • CH 2 konnte bisher nicht erhalten werden.Das bei 153° schmelzende Amid der Tetramethylencarbonsäure gibt mit Brom und Natron-lauge Tetramethylenamin, C 4 H 7 - NH 2 , Sdp. 82°. Salpetrige Säure verwandelt das-selbe in Hydroxytetramethylen, C 4 H,-OH, Sdp. 123°. (B. 28, K. 298.)- Methyl-tetramethylen, CH 2 • CH 2 • LTV CH-CH 3 , Sdp. 39—42°, aus dem entsprechend bro-mirten Pentan. Ferner wurden eine Anzahl vom Tetramethylen derivirender Carbonsäurensynthetisch dargestellt und untersucht (Perkin). cc-Tetramethylendicarbonsäure,CH 2 ■ CH 2 • CH 2 " r C(C0 2 H) 2 , deren Aethylester (Sdp. 224°) aus Trimethylenbromidt'HoBr • CH 2 • CH 2 Br und Malonsäureester H 2 C(C0 2 • C 2 H 5 ) 2 vermittelst Natriumäthylat(2 Mol.) erhalten wird (daneben entsteht aus 1 Mol. Bromid und 2 Mol. Ester auch nochPentantetracarbonsäureester); die freie Dicarbonsäure krystallisi rt in.Prismen, schmilzt bei155° und liefert dabei Tetramethylenmonocarbonsäure, CH 2 ■ CH 2 ■ CH 2 • CH(C0 2 H) ;eine in ihrem Geruch an die Fettsäuren erinnernde Flüssigkeit, Sdp. 194°. ß- oder cis-Tetrametbylendicarbonsäure, CH 2 -CH 2 -CH(C0 2 U)CH(C0 2 H), aus einer Tetracarbon-säure bei 150° ■ die Dicarbonsäure schmilzt bei 138° und spaltet als eine snbstituirteBernsteinsäure, bei 300° Wasser ab, unter Bildung eines Anhydrids, C 4 H 6 (CO) 2 0,Smp. 77°. Erhitzen mit starker Salzsäure auf 190° verwandelt die cis-Säure in einestereoisomere trans-Säure vom Smp. 131". B. 27, B. 734. a-Tetramethylentetracar-bonsäure, (C0 2 H) 2 (J : CH2 ■ CH 2 ' C(CO.,H) 2 . Aus der Dinatriumverbindung des Butan-tetracarbonsäureesters (S. 248) mit Brom entsteht der flüssige, verseifbare Aethylester; diekrystallinische freie Säure spaltet bei 150° 2 C0 2 ab. — Die Truxillsäuren (Dizimmt-säuren) (Liebermann) sind als DiphenyHetramethylendicarbonsäuren,(C 6 H 5 ) 2 C 4 H 4 (C0 2 H) 2 ,aufzufassen (B. 23, 2516; 24, 2589; 27, 1410) und raumisomer.
Tetramethylenmethylketon, C 4 H,-CO-CH 3 , bei 135° siedendes Oel; Aethyl-keton siedet bei 145°. lieber die Derivate ( Carbino le etc.) vgl. B. 25, E. 371. Ditetra-methylenketon, CH 2 • CIVCH 2 ■ OH• CO■ CBZ• CH 2 • CH 2 ■ CH 2 , durch Destillation vontetramethylencarbonsaurem Calcium mit Kalk (daneben entsteht Aethylen oder Dimethylen,statt des erwarteten Tetramethylens); das Keton bildet ein farbloses, pfeffermünzartigriechendes Oel, Sdp. 204—205°._____________
Tetramethylencarbonsäureamid, CH 2 'CH 2 'CH 2 - CH - CO'NH 2 , durch De-stillation von Ammoniaksalz; Blättchen vc,„ Smp. 138°. — Tetramethylencyanid,CH„ • Cid» • CH 2 '"CH • CN, aus dem vorigen durch Destillation mit P 2 O s , als farblose, an-genehm riechende Flüssigkeit, Siedepunkt 150°. — Tetramethylenmethylamin,CH 2 • CH 2 • CH 2 ^CH■ CH 2 • NH 2 , durch Eeduction des Nitrils mit Natrium; das Chlor-hydrat schmilzt und zersetzt sich bei 235°.
Pentamethylenderivate.
Bei der trockenen Destillation von adipinsaurem Kalk oder Baryterhält man das, auch in den Holzölen vorkommende flüssige, bei 1305°siedende Adipinketon oder Ketopentamethylen, C 5 H 8 0; das Oximschmilzt bei 56°. Durch Natrium wird das Keton in einen Alkoholübergeführt, das Hydroxypentamethylen C 3 H 9 (OH), ein farbloses,