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Zinkverbindungen.
Berylliumverbindungen. Berylliumäthyl, Be(C 2 H.) 2 . Durch Erhitzen vonBeryllium und Quecksilberäthyl auf 130°. Farblose, an der Luft leicht entzündlicheFlüssigkeit vom Sdp. 185—188°. Auch durch Wasser wird sie unter Abscheidung vonBe(OH) 2 sofort zersetzt. — Berylliumpropyl, Be(C 3 H,) 2 , an der Luft rauchendeFlüssigkeit, destillirt bei 244—24G°.
Magnesiumverbindungen. Diese wenig untersuchten festen, nicht flüchtigen undselbst in Kohlendioxydgas brennenden Verbindungen entstehen beim Erhitzen vonJlagnesiumfeile mit Zinkalkylen unter Luftabschluss; ihre Bildung erfolgt in zwei Phasen,wie diejenige der Zinkalkyle (s. u.). Wasser scheidet aus ihnen sofort MgO ab.
Zinkverbindungen. Man erhitzt Zinkfeile oder angeätztes Zink(das man zur Erleichterung der Reaction verkupfern kann) mit Jod-methyl oder Jodäthyl in einem Digestor auf 100°, oder auch auf demWasserbad in einem Glaskolben am Rückfiusskühler (indem man denApparat mit trockenem Kohlendioxyd gefüllt hält und vorne durch einQuecksilberventil gegen Luftzutritt schützt). In der ersten Phase findetAnlagerung des Zinks an das Jodalkyl unter Abscheidung fester, kry-stallinischer Zinkalkyljodide statt; man hat z. B.: Zn-|-C 2 H 5 J = C 2 H 5 ZnJ.
Schliesslich erhitzt man dann stets in einer Kohlendioxydatmosphäre,im Oelbad auf 150° und höher, wobei das erste Additionsproduct zerfälltund ein Zinkalkyl überdestillirt: 2C 2 H s ZnJ = C 2 H 5 ZnC 2 H 5 -f-ZnJ 2 .
Zinkmethyl, Zn(CH 3 ) 2 . Farblose Flüssigkeit. D 10 . 5 = 1-386. Sdp. 46°.
Zinkäthyl, Zn(C 2 H 5 ) 2 . Farblose Flüssigkeit. D 18 = 1182. Sdp. 118°.
Zinkpropyl, Zn(C 3 H 7 ) 2 , Sdp. gegen 150°. Zinkisobutyl,Zn(C 4 H 9 ) 2 , Sdp. 168°. Zinkisoamyl, Zn^Hn),. Sdp. 220°.
An der Luft entzünden sich die Zinkalkyle augenblicklich undbrennen mit glänzender blaugrüner Flamme unter Wegrauchen von Zink-oxyd. Sämmtliche Arbeiten mit diesen Reagentien sind daher in einemmit Kohlendioxyd gefüllten Bassin (Eimer etc.) vorzunehmen; aus denGefässen verdrängt man zudem die Luft sorgfältig und richtet auch gegendie Flüssigkeit, wenn man sie aus einem Gefäss in ein anderes giessteinen kräftigen Strom von trockenem Kohlendioxyd. Bei gemässigtem Luft-zutritt zu Zinkmethyl (und seinen Homologen) entsteht zuerst Zink-methylmethylat, Zn(CH 3 )(OCH 3 ), als krystallinische, campherähnlichriechende Masse, und sodann das gleichfalls feste Zinkmethylat, Zn(OCH 3 ) 2 .
Wasser zersetzt die Zinkalkyle augenblicklich unter Bildung einesParaffins: Zn(CH 3 ) 2 + 2H 2 0 = Zn(OH) 2 + 2CH 4 .
In ganz ähnlicher Weise reagiren die Zinkalkyle auch mit Al-koholen: Zn(CH 3 ) 2 + CLVOH == Zn(CH 3 )(OCH 3 ) + CH 4 .Zn(CH 3 ) 2 + 2CH 3 -OH = Zn(OCH 3 ) 2 + 2CH 4 .
Die Halogene wirken äusserst heftig; in ätherischer Lösung hat man:Zn(CH 3 ) 2 -f 2J 2 = ZnJ 2 -f- 2CH 3 J.
Von Wichtigkeit sind die Zinkalkyle besonders für die Synthesevon Kohlenwasserstoffen (S. 70), secundären und tertiären Alkoholen(S. 101), sowie von Ketonen (S. 163) geworden.
Cadmiumverbindungen. Das aus Cadmiumblech und Jodäthyl darstellbare Cad-miumdimethy], Cd(CH 3 ) 2 , bildet eine bei gewöhnlicher Temperatur nicht selbstent-zündliche Flüssigkeit; Sdp. 104'j» (738mm).