Aluminiumverbindungen.
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borat, B(OCH 3 ) 3 , siedet bei 63°; Triäthylborat, B(OC 2 H 5 ) 3 -bei 120°; Tripropyl-borat, B(OC 3 H 7 ) 3 , gegen 175°. Mit B 2 0 3 erhitzt liefern sie die nicht destillirbaren Meta-borate [BO-OE]n.
Zinkalkyle setzen sich mit den Borsäureestern zu Boralkylen um:2 B(OC 2 ILJ 3 + 3 Zn(CH 3 ) 2 = 2 B(CH 3 ) 3 -f 3 Zn(OC 2 H,) 2 .Bortrimethyl, B(CH 3 ) 3 . Furchtbar stechend riechendes Gas, bei — 10° durch 3 Atmo-sphären condensirbar; entzündet sich an der Luft und verbrennt mit grüner Flammeunter ausserordentlich starker Russbildung; bei plötzlicher Mischung mit Luft oder Sauer-stoff explodirt es. — Bortriäthyl, B(C 2 H r ,) 3 . Farblose, leicht bewegliche Flüssigkeit.D 23 =0'69G. Sdp. 95°. Selbstentzündlich und mit Sauerstoff explodirend. — Man kennt fernerflüssige, destillirbare Verbindungen des Bors, wie B(C 2 H-) 2 (OC 2 H 5 ), B(C 2 H 5 )(OC 2 II 5 ) 2 , u.a.
Alkylverbindungen der Aluminiumgruppe.
Aluminiumverbindungen. Am leichtesten werden diese Organometalle durchErhitzen von Quecksilberalkylen mit Aluminium auf 100° dargestellt. Aluminium-trimethyl, A1(CH 3 ) 3 . Farblose Flüssigkeit, die nur wenig oberhalb des Gefrierpunktszu einer blättrig krystallinischen Masse erstarrt und bei 130" siedet. Entzündet sich ander Luft und wird durch Wasser in Al(OH) 3 und 3CH 4 zerlegt. — Alumini um -triäthyl, A1(C 2 H 5 ) 3 . Farblose, an der Luft entzündliche Flüssigkeit die bei 194°siedet. Dampfdichte gef. bei 234° = 4'3, während sich für die Formel 3-9 berechnet.Mit Wasser erfolgt gleichfalls heftige Zersetzung unter Entwicklung von C a H e . DurchJod wird es in Aethylaluminiumj odid, A1 2 (C 2 H 5 ) 3 J 3 , Sdp. ca. 350°, übergeführt. —Aluminiumtripropyl, A1(C 3 H,) 3 . An der Luft entzündliche, gegen 252° siedendeFlüssigkeit.
Alkylverbindungen der seltenen Metalle Gallium und Indium sind noch nicht bekannt.
Thalliumverbindungen. Ein Thalliumtriäthyl konnte bisher noch nicht dargestelltwerden. Thalliumdiäthylchlorid, T1(C 2 H 5 ) 2 C1, entsteht aus T1C1 3 in ätherischerLösung und Zn(C 2 H.) 2 . In Wasser und Alkohol schwer löslich krystallisirt es in Schuppen,die sich gegen 200° unter Verpuffung und Bildung von T1C1 zersetzen. Aus dem Chloridsind andere Salze durch Einwirkung von Silbersalzen darstellbar; das derart gewonneneSulfat liefert mit Barythydrat die freie Base Tl(C 2 H 5 ) a OH, die in feinen Nadeln kry-stallisirt und alkalisch reagirt, jedoch Kohlendioxyd nicht absorbirt.
Alkylverbindungen der Magnesiumgruppe.
Die Alkylverbindungen der Magnesiumgruppe, insbesondere desZinks und Quecksilbers, sind in Folge der Leichtigkeit, mit welcher siedie Alkyle abgeben, vorzüglich geeignet zur Uebertragung der niederenKohlenwasserstoffreste (insbesondere des Methyls, Aethyls, Propyls).Entdecker des Zinkäthyls, und dadurch auch der übrigen Organometalle,wurde Frankland 1849, als er in Bunsens Laboratorium, angeregtdurch dessen Arbeiten über das Kakodyl, im geschlossenen Rohr beierhöhter Temperatur Zink auf Jodäthyl einwirken liess. Jene Unter-suchung Frankland's war auch von grosser Tragweite für die Ent-wicklung des Valenzbegriffs (vgl. S. 46). Zahlreiche Metalle, die keineflüchtigen Wasserstoffverbindungen besitzen, haben doch derartige Alkyl-verbindungen, deren Moleculargewicht sich leicht durch die Dampfdichteermitteln lässt, woraus man dann werthvolle Schlüsse auf die Maximal-valenz eines solchen Metalls ziehen kann. So sieht man sich beispiels-weise durch die Existenz des flüchtigen Bleitetramethyls (S. 386) veran-lasst, das Bleiatom, in Uebereinstimmung mit seiner Stellung im perio-dischen System, als vierwerthig anzusprechen; sämmtliche Metallatomeder Magnesiumgruppe erscheinen zweiwerthig u. s. f.