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Organische Chemie
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Antimon- und Wismuthhaltige Verbindungen.

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sulfid, (CH s ) 2 As - S "As(CH 3 )2, schweres an der Luft leicht entzündlichesOel und weiter zu Kakodyldisulfid, (CH 3 ) 2 As-S-S'As(CH 3 ) 2 , rhom-bische Tafeln, Smp. 50°. Kakodylcyanid, (CH 3 ) 2 As-CN, aus demChlorid und Hg(CN) 2 , glänzende Prismen, Smp. 33°, Sdp. 140°.

Kakodylsäure (Dimethylarsinsäure), OAs T (CH 3 ) 2 'OH. DurchOxydation von Kakodyloxyd mit feuchtem HgO; leicht lösliche rhom-bische Säulen, Smp. 200°. Geruchlos. Gibt krystallisirbare Salze.

Arsendiät hyl, (C 2 H;;) 2 As - As(C 2 H 5 ) 2 , selbstentzündlich. Sdp.ca. 200°.

Primäre Arsine.

Methylarsendichlorid, As(CH 3 )Cl 2 . Aus Kakodyltrichlorid(s. o.) bei 50° und daher auch aus Kakodylsäure und Salzsäure. InWasser lösliche Flüssigkeit, Sdp. 133°. Mit Kaliumcarbonat gibt esMethylarsenoxyd, As(CH 3 )0, Würfel, Smp. 95°. Mit SH 2 entstehtMethylarsensulfid As(CH 3 )S, Blättchen, Smp. 110°.

Methylarsinsäure, OAs v (CH 3 )(OH) 2 , aus dem Methylarsendi-chlorid mit feuchtem Silberoxyd. Krystallisirt in Tafeln und ist einestarke zweibasische Säure.

Aethylarsendichlorid, As(C 2 H 5 )Cl 2 , Flüssigkeit. Sdp. 156°.Auch äthylhaltige Arsinsäuren sind bekannt.

Antimon- und Wismuthhaltige Verbindungen.

Antimonhaltige Verbindungen, die sich an diejenigen des Arsens anschliessen,wurden von Löwig 1850 entdeckt und namentlich von Landolt genauer untersucht;dargestellt wurden vorzugsweise Tri- und Tetraalkylverbindungen.

Trimethylstibin, (CH 3 ) 3 Sb. Das Destillationsproduct, (CH 3 ) 4 SbJ, ans Antimon-natrium und Jodmethyl wird nochmals in einem Kohlendioxydstrome rectifieirt. Das soerhaltene Trimethylstibin (Antimontrimethyl), (CH 3 ) 3 Sb, ist eine zwiebelartig riechende,sich an der Luft rasch oxydirende Flüssigkeit. Sdp. 81". D 15 = 1'523. Vereinigt sichäusserst energisch, wie mit O, auch mit S, Cl 2 , Br 2 , J 2 zu krystallisironden Verbindungen.Tetramethylstiboniumj odid, (CH 3 ) 4 SbJ, bildet hexagonale, in 3—4 Thln. Wasserlösliche Tafeln und gibt mit Silberoxyd das Hydrat (CH 3 ) 4 Sb(OH), krystallinische, zer-fliessliche, starke Base.

Triäthylstibin, (C 2 H 5 ) 3 Sb. In Wasser nicht lösliche Flüssigkeit. Sdp. 159°.Es besitzt ganz das Vereinigungsbestreben der Methylverbindung und zersetzt sogar Salz-säure um das Triäthylstibinchlorid, eine ölige Flüssigkeit, zu bilden:

(C 2 H 5 ) 3 Sb + 2C1H = (C 2 H 5 ) 3 SbCl 2 + H 2 .Das Triäthylstibinbromid (C 2 H 5 ) 3 SbBr 2 , erstarrt bei —10°; das Jodid schmilzt bei 7Cr5°.Tetraäthylstiboniumjodid, (CjHä^SbJ, krystallisirt und gibt mit feuchtem Silber-oxyd das stark basische, salzbildende Hydrat. —

Die Wismuthhaltigen Alkylverbindungen des Typus BiB 3 weichen in Folgeder stark electropositiven Natur des Wismuths selbst von den übrigen Alkylverbindungender Stickstoffgruppe sehr merklich ab; sie sind leicht zersetzlich und vermögen nichtsich mit Jodalkylen zu vereinigen, so dass man hier also keine Tetraalkylverbindungenkennt.

Trimethylbismuthin (Wismuthtrimethyl), (CH 3 ) 3 Bi. Leicht bewegliche, sehrunangenehm riechende, sich an der Luft rasch oxydirende Flüssigkeit. Sdp. 110°.D 18 = 2'30. Concentrirte Salzsäure zersetzt es unter Entwickelung von Methan:(CH 3 ) 3 Bi + 3 C1H = BiCl 3 -f 3 CH 4 . Chlor (ebenso Brom) liefert (CH 3 ) 2 BiCl und CH 3 C1.

Triäthylbismuthin (Wismuthtriäthyl), (C 2 H 5 ) 3 Bi. Leicht entzündliche Flüssig-keit, die auf etwa 150° erwärmt, explodirt; unter 79 mm siedet sie dagegen constant bei107°. Auch mit Wasserdampf lässt sie sich unverändert destilliren.

B