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Sulfonsäuren.
halten der Sulfinsäuren besser zu entsprechen. MethylsulfinsäureCH 3 -S0 2 H, und Aethylsulfinsäure, C 2 H 2 'S0 2 H, sind syrupöse, inWasser leicht lösliche Substanzen; einzelne Salze wurden krystallisirterhalten.
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Sulfonsäuren (Sulfosäuren).
„Die Sulfosäuren R - SO s H entstehen aus den Mercaptanen R - SHdurch Oxydation mit Salpetersäure oder Permanganat; sulfosaure Salzeerhält man beim Kochen von Alkalibisulfiten mit Halogenalkylen:
C 3 H ä J + KSO.K + C 2 H 5 -S0 3 K + KJ;
Ester der Sulfosäuren bilden sich aus Silbersulfit und Halogenalkylen:
2 C 2 H 5 J + AgS0 3 Ag = C 2 H 5 ■ S0 3 • C 2 H 5 + 2 AgJ.
Man muss annehmen, dass in den Sulfosäuren der Schwefel directan Kohlenstoff gebunden ist; beim Verseifen der Ester durch wässrigeAlkalien bleibt die an Schwefel gebundene Alkylgruppe mit diesem inVerbindung, und es resultiren sulfosaure Salze, wie C 2 H 5 'S0 2 OK (dieerst beim Verschmelzen mit festem Kalihydrat in Sulfit und Alkoholzerfallen). Behandelt man ein solches Salz mit PCl ä , dann geht es inein Sulfochlorid über: C 2 H 5 ■ S0 2 • Cl. Diese Sulfochloride werden durchnascirenden Wasserstoff wieder in Mercaptane R' SH übergeführt, indenen der Schwefel direct an Kohlenstoff gebunden ist; was man daher auchfür die Sulfochloride, sulfosäuren Salze und freien Sulfosäuren anzu-nehmen hat. Deutlich unterschieden sind die Ester der Sulfosäuren, alsEster einer unsymmetrischen schwefligen Säure ß-S0 2 - 0'R 1 , vonden leicht vollständig verseif baren isomeren Estern der symmetrischenschwefligen Säure, R' 0 • SO • 0' R ]; die man aus Thionylchlorid Cl ■ SO ■ Clund Alkoholen erhält.
Methylsulf onsäure (Methansulfosäure), CH, - S0 3 H. Wurde synthetis cli vonKolbe (1845) dargestellt: zunächst erhält man aus Schwefelkohlenstoff und feuchtemChlor Trichlormethylsulfochlorid, CC1 3 "S0 2 'C1, campherartige, sublimirbareKrystalle, Smp. 135°; Sdp. 170°; mit Wasser und Basen gibt dieses Chlorid Trichlor-methylsulfonsäure, CC1 3 • >S0 2 • OH -f- H 2 0, kleine zerfliessliche Prismen, Smp. 130°;durch Reduction mit Zink oder mit Zink und Schwefelsäure wird die Säure nur theil-weise, vermittelst Natriumamalgam dagegen vollständig entchlort und man gelangtschliesslich zur Methylsulfonsäure. Dieselbe bildet einen farblosen, sich bei 130° zer-setzenden Syrup; die Salze krystallisiren gut.
Aethylsulf onsäure, C,H s 'SOjH. Zerfliessliche Krystallmasse. Methylester,C 8 H 6 -S0 2 -OCH 3 , Sdp. 197-5—'200-5°. Aethylester, C 2 H ä -S0 2 -OC 2 H 5 , Sdp. 213°. Aethyl-sulfochlorid, C ä H. ■SOj'Cl, aus aethylsulfonsaurem Natrium und PCI 5 , bei 171° (un-corr.) siedende Flüssigkeit. — Normalpropylsulfonsäure, CH 3 ' CH 2 ■ CH 2 ' S0 3 H. Isopropyl-sulfonsäure, (CH 3 ) 2 CH -üObH.
Methylendisulfonsäure (Methandisulfosäure), CH 2 (S0 3 H) 2 . Wurde bei derEinwirkung von rauchender Schwefelsäure aus zahlreichen Verbindungen der aliphatischenReihe erhalten (z. B. aus Essigsäure: CH 3 ■ C0 2 H -f- 2 SO s = CH 2 (S0 5 H) 2 -f C0 2 ).Die Säure krystallisirt in zerfliesslichen Krystallnadeln und ist gegen Agentien sehr be-ständig. Aus ihrer Lösung wird durch Chlorbaryum das Salz CH 2 (S0 3 ) 2 Ba -j- 2 H 2 0in schwerlöslichen rhombischen Blättchen gefällt (Vgl. B. 28, 2379.)
Aethylendisulfosäure, CH 2 (S0 3 H)- CH 2 (S0 3 H) -f H 2 0. Zerfliessliche Kry-stallmasse. Schmilzt (bei 100° getrocknet) wasserfrei bei 94°. Chlorid, CH 2 (S0 2 C1) 2 , aus