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Die Adelsdokumente österreichischer Alchemisten und die Abbildungen einiger Medaillen alchemistischen Ursprunges : mit 2 Zinkotypien u. 5 Lichtdrucktaf.
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oben erwähnt wurde, als der Ort galt, wo sieli fahrende Alchemistenmelden und sieh durch ein vorläufiges Experiment als genügend kunst-fertig erweisen mussten, um dem Kaiser vorgestellt zu werden.

Martin Eulandt wurde als kaiserlichem Leibarzt nebst seinenBrüdern Andreas, Johann, Valentin und Otto Heinrich, durch Rudolf II.unterm 10. Deceiuber 1608 der Adelstand, den diese schon von Ferdi-nand im Jahre 1559 erhalten hatten, bestätigt und eine Besserung(Aenderung) des Wappens bewilligt.

Joh. Heinrich Müller v. Müllenfels wurde unterm 10. Oe-tober 1603 vom Kaiser Budolf in den rittermässigen Adelstand für dasReich und die Erbländer mit dem Prädicate von Müllenfels erhoben,wobei ihm zugleich eine Bestätigung und Verbesserung seines Wappenssowie Freisitzrecht, der kaiserliche Schutz und Schirm verliehen unddie Bewilligung ertheilt wurde,im Beich und den Erblanden Burgenund Schlösser zu bauen und sich darnach zu nennen".

Es wird hiebei darauf hingewiesen, dass Müllerviel Land durch-reiste", ein inschönen und nützlichen Künsten und unterschiedlichenSprachen erfahrener" Mann sei und seine Voreltern bereitsgehorsamund willig Dienste" geleistet hätten.

Dies steht allerdings nicht im Einklang mit den Angaben, dieüber den Alchemisten Joh. Heinrich Müller von verschiedenenSchriftstellern gemacht werden, nach welchen dieser ursprünglich einBarbiergeselle war, der auf der Wanderschaft einige alcheinistische undTaschenspielerkunststücke erlernt und damit zunächst die Gunst desHerzogs Friedrich von Württemberg erworben hatte.

Auf Wunsch Budolfs IL soll er auf einige Zeit nach Prag ge-kommen sein, wo er sich damit producirte, dass er sich als kugelfesterwies, indem er Kugeln auf sich abschiessen liess, diese aber als ge-schickter Escamoteur vor dein Laden durch Papierpfropfen ersetzte! Inder Wohnung des früher genannten Johann Franke soll er auchdie Herstellung von Gold aus unedlen Metallen producirt haben.

Nach seiner Bückkehr zum Herzog von Württemberg verblieber vorerst in hohem Ansehen und erhielt sogar das schöne Gut Neid-lingen zum Geschenk, später jedoch wurde er als Betrüger entlarvt undnach Urtheil und Recht Ende Juni 1607 gehängt.

Hiefür war allerdings auch eine That massgebend, welche Müller'sCharakter in bedenklichstein Lichte erscheinen lässt. Herzog Friedrichhatte nämlich als eifriger Alchemist den berühmten Sendivogius zusich geladen, welcher thatsächlich in Begleitung eines Kammerdieners(Joh. Bodowsky), welcher dieTinetur" in einer goldenen Kapsel auf