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Kohlenhydrate.
5) Taloschleinisäure C0 2 H[CHOH] 4 C0 2 H ist in zwei raumisomeren
Modificationen (S. 536, 537) bekannt: A-Taloschleimsäure schmilzt gegen158° nnt. Zers. und entsteht durch Oxydation von d-Talonsäure (B. 24, 3625).\-Talo$chleimsäure wird durch Oxvdation von /5-Rhamnosecarbonsäure-(S. 544) bereitet (B. 27, 384).
6) Isozuckersänre co 2 h.ch.ch(oh).choh.chco.ih-, Schmp. 185°, [a] D =+ 46,1 °, entstellt aus HCl Glucosamin (S. 529) durch Oxydation mitSalpetersäure (B. 19, 1258). Die Isozuckersäure selbst und einige ihrerDerivate sind als Tetrahydrofurfuranabkömmlinge aufzufassen, wie diesdie Constitutionsformel der Isozuckersäure zum Ausdruck bringt. AndereAbkömmlinge sind auf die Isozuckersänre + H 2 0, also auf Tetraoxy-adipinsäure zu beziehen und werden als Derivate der Norisozuckersäure
Schmp. 73°,Schmp. 101°
bezeichnet, z. B. Xorisozuckersäuredlaethylegter C(;H 8 0g(C2H5) 2 ,geht im Exsiccator in Isozuckersünrciliactliylcster CgH B 07(C 2 H;;über. Diacetylisozucfcersäureester, Schmp. 49° (B. 27, 118).
B. Pentaoxydicarbonsäuren.
Peiitaoxypimeliiisäiu-e C0 2 H[CHOH] ä C02H entsteht aus der Glucose-carbonsäure (S. 544) durch Oxydation mit Salpetersäure. Das Lac tonist krystallinisch und schmilzt bei 143° (B. 19, 1917).
Carboxygalactonsäure C0 2 H[CHOH] 5 C0 2 H entsteht aus Galactosecar-bonsäure durch Oxydation mit Salpetersäure, ist in kaltem Wasser schwer-löslich, krystallisirt in Tafeln und schmilzt bei 171 ° unt. Zers. (B. 22.523).
Kohlenhydrate 1 ).
Als Kohlenhydrate bezeichnete man eine Anzahl in der Na-tur weit verbreiteter Verbindungen, welche die natürlichen Zucker-arten und ihnen verwandte Körper umfassten, sechs oder ein Mul-tiplum von 6 Kohlenstoffatomen enthielten und in denen das Ver-hältnis« der Wasserstoff- und Sauerstoffatome dasselbe war wie imWasser.
Die meisten Kohlenhj'drate entstehen in den Pflanzen, aberauch im thierischen Organismus bilden sich Kohlenhydrate. DemPflanzenreich entstammende Kohlenhydrate finden die mannigfal-tigste Verwendung.
Kohlenhydrate dienen zur Bereitung- alkoholischer Getränke(S. 122). Zuckerarten, besonders der Rohrzucker bilden die Würzefür zahllose Speisen. Die Stärke macht einen Hauptbestandteildes Getreidemehls verschiedener Herkunft aus, aus dem das Brot,das wichtigste Nahrungsmittel, bereitet wird. Sie findet sich in denHülsenfrüchten und Kartoffeln angehäuft. Die ihr verwandte Cellu-
1) Ausführlich sind die Kohlenhydrate in dem Artikel: „Kohlenhy-drate" in Ladenburg's Hdw. der Chemie, Bd. 6, S. 1—198 vonB. Tollens behandelt. Dieser Artikel ist auch als Sonderwerk im Buch-handel erschienen.