(C0 2
rf*«
Fünfwerthige Alkohole.
513
,/C0 2 H
i schmilzt
Propylen-aa/fy-tetracarbonsäure C0 2 HCIT=C v p,,|„„ „, +2H 2 0 s<
wasserfrei bei 191° unter Zers. in C0 2 und Pseudoaconitsäure, Sclimp. 145bis 150°. Ihr Aethylester entsteht aus Brommale'insäureester und Natrium-malonsäureester.
Dicarlioxyliflutacoiisäiire-, Propylen-aaj'j'-tetracarboiisänreester CH(C0 2C 2 Hr,) 2 .CH=C(C0 2 C 2 H 5 ) 2 entsteht aus Natriummalonsäureester und CHC1 3 .Er wird durch Natriumamalgam in Dicarboxylglutarsäureester (S. 512)und durch Verseifen in Glutaconsäure (S. 457) übergeführt. Beim Erhitzenverwandelt er sich in ein 3-Eacton, Schmp. 93—94°, unter Abspaltung vonAlkohol (H. 22, 1419; 26, E. 9):
CO2CsH5.CH.COsCs.H5 C0 2 C 2 II ä .C=C— OC2II5
CII ---------- ' —» CH O
C0sCsH5,C.C00CsH(i COsCgHs.C ----- CO.
TTI. Die fünfwertliigen Alkohole oder Pentite und ihreOxydationsproducte.
1. Fünfwerthige Alkohole, Pentite.
Ausser einem in der Natur vorkommenden Pentit sind dieübrigen sämmtlich durch Reduction der entsprechenden Aldopento-sen mit Natriumamalgam erhalten worden. Die Constitution derPentite folgt aus der Constitution der Aldopentosen, aus denen sieentstehen (S. 534). Von den einfachsten Pentiten C 5 H 7 (OH) 5 =CH 2 OH.
CH(OH).CH(OH).CH(OH).CH 2 OH lässt die Theorie fünf Modiflcationenvoraussehen (vgl. S. 533), da die Formel zwei asymmetrische Koh-lenstoffatome enthält, die durch ein nicht asymmetrisches Kohlen-stoffatom getrennt sind: Zwei optisch active Modiflcationen, dereneine als 1-Arabit bekannt ist, dann die Verbindung dieser bei-den zu einer spaltbaren inactiven Mödification, und zwei durch in-tramolecularen Ausgleich optisch inactive, nicht spaltbare Modiflca-tionen: Xylit und Adonit. Ueber die stereochemische Constitu-tion der Pentite, vgl. S. 540.
1. 1-Arabit C 5 H 7 (OH) 5 , Schmp. 102°, dreht auf Zusatz von Boraxzu seiner wässerigen Lösung links, entsteht durch Eeduction der gewöhn-lichen oder 1-Arabinose (S. 515) und schmeckt süss (B. 24, 538, 1839 Anm.)
2. Xylit C 5 H 7 (OH) 5 , syrupartig, optisch inactiv, entstellt durch Ee-duction von Xylose (S. 515, B. 24, 538; 1839 Anm.; E. 567).
3. Adonit C 5 H 7 (OH) 5 , Sclimp. 102°, optisch inactiv, findet sich inAdonis vernalis und entsteht durch Eeduction von Eibose (S. 515, B.2<;, G33).
4. Rhamnit CH 3 .C 5 H 6 (OH) 5 , Schmp. 121 °, rechts drehend, entstelltaus Ehamnose durch Eeduction (S. 515, B. 23, 3103).
Richter, orgari. Chemie. 7. Aufl. 33