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1 (1894) Die Chemie der Fettkörper
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500 Tricarbonsäuren. Vierwertinge Alkohole.

B. Olefintricarbonsäuren.

Aconitsäure ^°'"' H - 02H ^° 211 schmilzt bei 191° und zersetzt sich

CH 2 -----C CH

dabei in C0 2 und Itaconsäureanhydrid (S. 456). Die Aconitsäure istisomer mit der Trimethylentricarbonsäure, sie findet sich in verschie-denen Pflanzen, so im Eisenhut (Aconitum Napellus), in Equisetumfluviatile, im Zuckerrohr, in der Runkelrübe. Sie entsteht aus derCitronensäure (S. 510) beim raschen Erhitzen für sich oder mit eonc.HCl Säure oder Schwefelsäure (B. 20, R. 254). Synthetisch wurde'dieAconitsäure durch Spaltung des synthetisch gewonnenen Conden-sationsproductes von 2 Mol. Oxalester und 2 Mol. Essigester

CO«*' CO«H CO«*' CO,C. 2 H 5 ^ ^j^j. erha , ten (ß U jgQv gQwie dm . ch g J.CH=C------- CH CO r

tung des Additionsprodactes von Natriummalonsäureester an Ace-tylendicarbonsäureester (J. pr. Ch. [2], 49, 20). Sie ist in Wasser-leicht löslich und wird durch nascirenden Wasserstoff in Tricarb-allylsäure umgewandelt.

Calciumsalz (CgHgOg^Cag + 6H 2 0, schwer löslich. TrimethylesterC 3 H 3 (CO ä CH 8 )g, Sdep. 161° (14 mm) aus Acetylcitronsäuretrimethylester(B. 18. 1954) durch Destillation, aus Aconitsäure, Methylalkohol und HCl(B. 21, 669). Triamid C 3 Ha(CONH 2 ) a , wird durch Säuren in Citrazinsäure(S. 510) umgewandelt (B. 22, 1078,' 3054; 23, 831).

VI. Vierwerthige Alkohole und ihre Oxydationsproducte.1. Vierwerthige Alkohole.Erythrit, Erythroglucin, Phycit CH 2 OH[CHOHl 2 CH 2 OH, Schmp.126°, Sdep. 330°, kommt im freien Zustande in der Alge Protococ-cus vulgaris vor. Als Erythrin oder Orsellinsäure-erythritester fin-det er sich in vielen Flechten und einigen Algen, namentlich inRoccella Montagnei, und wird aus dem Ester durch Verseifen mitNatronlauge oder Kalkmilch gewonnen:

((OH) 2

l(O.C„II-O s )o

+ 2H 2 0

«(«(OB), + 2 H 0> C6H2 <CH 8

Erythrin Erythrit Orsellinsäure,

Vom Divinyl CH 2 =CH_CH=CH 2 (S. 93) ausgehend, das ausAethylen und Acetylen bei dunkler Rothglut entsteht, wurde derErythrit synthetisch dargestellt durch schrittweise Umwandlung derBromadditionsproducte des Divinyls in den Tetraacetyleryttirit(B. 26, R. 314).

Eigenschaften und Umwandlungen. Der Erythrit bildetgrosse quadratische Krystalle, die in Wasser leicht löslich sind; in Alko-hol ist er schwer löslich, in Aether unlöslich. Gleich allen mehrwerthigenAlkoholen besitzt er einen süssen Geschmack. Beim Erwärmen mit HJ