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1 (1894) Die Chemie der Fettkörper
Entstehung
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Vorwort.

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Als ich es auf Veranlassung des Verlegers unternahm, dieorganische Chemie von Victor von Richter neu zu bearbeiten,war ich mit zahlreichen Verehrern des Buches darüber einig, dassdasselbe unter Wahrung seiner Eigentümlichkeit wo möglich nichtumfangreicher werden sollte. Dazu verlangte die in mächtiger Ent-wicklung begriffene organische Chemie, die in rascher Folge immerneue Wissensgebiete entschleiert, eine möglichst übersichtliche An-ordnung der an Zahl sich ständig vermehrenden Arten von Kohlen-stoffverbindungen.

Ich war nicht einen Augenblick darüber im Zweifel, dassdiese Doppelaufgabe nur durch eine völlige Umarbeitung fast allerAbschnitte des Buches gelöst werden konnte. Es musste Raum ge-schaffen werden für vieles Neue und das schon Vorhandene warin einer Weise neu zu ordnen, dass die Stellen, an denen die Er-rungenschaften der letzten Jahre einzufügen waren, sich von selbstergaben.

Ohne die Grundlinien der früheren Eintheilung anzutasten,habe ich dieselbe bei den Fettkörpern folgerechter durchgeführt.An die Kohlenwasserstoffe und ihre Halogensubstitutionsproducteschliessen sich wie früher die verschiedenen Klassen der Alkohole,jede mit den zugehörigen Oxydationsproducten. Schon für dieKörper, die als Oxydationsproducte von Glycolen aufgefasst wer-den können, führte das zu einer theilweise geg'en früher geänder-ten Reihenfolge. Bei den drei- und mehrsäurigen Alkoholen werdendie Lücken, sowie auch die ungleichmässige Entwickerimg des Vor-handenen deutlich bemerkbar.

Auf jede Klasse sauerstoffhaltiger Kohlenstoffverbindungenfolgen nicht nur die zugehörigen schwefelhaltigen Verbindungen,sondern auch stets diejenigen stickstoffhaltigen Verbindungen, beidenen sämmtliche oder ein Theil der in den Hauptverbindungen