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Ein natürliches System der Gift-Wirkungen
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oxalatlösung unter starker Vergrösserung verfolgt und beobachtet,dass auch hier der Zellkern auffallend rasch angegriffen wird undnach 1015 Minuten sich um nahe 1 h seines Durchmessers con-trahirt, wobei eine Trübung eintritt.

Blätter von Elodea canadensis und von Vallisneria spiralishatten nach 36 Stunden in einer 1 proc. Lösung jenes Salzes denTurgor gänzlich verloren und waren todt, während in ebenso starkenLösungen von weinsaurem resp. schwefelsaurem Kali sie noch ganzunbeschädigt waren.

Für niedere Pilze sind oxalsaure Salze nicht giftig. EineNährlösung enthaltend je 0,5 % Asparagin und Glucose, je 0,05 %Dikaliumphosphat und Magnesiumsulfat, und noch 0,5 % neutralesKaliumoxalat, entwickelte nach zwei Tagen bei 30° nach Infectionaus faulem Fleischwasser eine dichte Bacterienvegetation, meist auslebhaft sich bewegenden dicken Stäbchen bestehend. 1 ) Eine0,5 proc. Lösung käuflichen Peptons, der noch 0,5 % neutralesKaliumoxalat zugefügt wurde, entwickelte nach sechs Tagen eineebenso intensive Bacterienvegetation wie eine Controllösung ohnedas Oxalat; der faulige Geruch war ebenfalls in beiden Lösungengleich intensiv.

Wird Sprosshefe 24 Stunden lang mit einer 2 proc. Lösungvon neutralem Kaliumoxalat unter häufigem Aufschütteln in Contactgelassen, so bringt sie nachher, in eine 5 proc. Glucoselösung ge-bracht, noch eine ebenso intensive Gärung hervor, wie die Control-probe, die in blossem Wasser verweilt hatte. Werden zu einer inlebhafter alkoholischer Gärung befindlichen Zuckerlösung 4 % oxal-saures Kali gesetzt, so wird der Vorgang anscheinend nicht imGeringsten verlangsamt. Auch Schimmelwachsthum wirddurch Oxalsäure nicht geschädigt; denn in einer 1 proc. Oxalsäure-lösung, der man etwas Fleischextract zusetzt, entwickelt sich nachInfection mit Penicilliumsporen bald eine üppige Pilzvegetation.

Freie Oxalsäure schadet Spross- und Spaltpilzen nicht mehr,wie freie Weinsäure, sie ist nicht schädlicher wie andere starkeSäuren bei der gleichen Concentration. In einer 1 proc. Lösungsowohl von Oxalsäure als von Weinsäure wird z. B. nach 24 Stunden

J ) Die Bacterien bedürfen zu ihren gewöhnlichen I.ebensfunctionen offenbardes Kalkes nicht, wovon mich viele Versuche überzeugten.