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auch das Essigälchen (Rhabditis aceti), welches bekanntlich sich an3—4proc. Essigsäure angepasst hat. Fällt man aus einem Essig,der diese Organismen in grösserer Menge enthält, zunächst denKalk mit Oxalsäure aus und setzt dann noch 0,2proc. freie Oxal-säure zu, so sieht man nur einzelne Individuen noch nach zweiTagen in Bewegung. Die meisten der vorhandenen Thiere sterbenaber schon nach 10 bis 14 Stunden. Versetzt man denselbenEssig mit 0,4 proc. Weinsäure, so bleiben sämmtliche Aeichenviele Tage lebend und in reger Bewegung, Oxalsäure ist also auchhier viel schädlicher als Essigsäure oder Weinsäure.
Infusorien, Flagellaten und Diatomeen findet man nach15 Stunden in einer 0,5 proc. Lösung von neutralem OxalsäurenKali oder Natron tot, dagegen in weinsaurem Kali oder Natronnoch lebend. Allerdings gehen Infusorien und Diatomeen auch balddarauf in letzterer Lösung zu Grunde. Bei 0,2 proc. Oxalat lebtennach 24 Stunden noch einige Vorticellen und Euglenen, und bei 0,1%schien die Giftvvirkung fast verschwunden zu sein, denn Vorticellen,Paramaecien, Euglenen und Diatomeen waren nach drei Tagen nochin lebhafter Bewegung. 1 )
Fadenalgen, wie Zygnema, Mougeotia, Vaucheria,Sphaeroplea, Cladophora, Oedogonium sterben binnen24 Stunden unter Verquellung der Chlorophyllkörper in einer0,5proc. Lösung von neutralem Oxalsäuren Kali ab. Bei Spiro-gyren lässt sich sehr gut beobachten, dass zuerst der Zellkernangegriffen wird. Derselbe quillt in einer 0,5 proc. Lösung nacheiniger Zeit auf und wird öfter zu einem unregelmässigen zackigenGebilde. Lässt man aber eine 2 proc. Lösung auf diese Algen ein-wirken, so gewahrt man schon nach fünf Minuten, dass die Kernesich auffallend stark contrahiren und nach zehn Minuten kein einzigerKern mehr intact geblieben ist. Das Cytoplasma ist allem Anscheinnach noch völlig unverletzt, doch erholen sich die Zellen nichtwieder, wenn sie nach zehn Minuten wieder in kalkhaltiges Quell-wasser zurückversetzt werden, die Zellen sind nach 24 Stunden inallen Theilen abgestorben. Der Einfluss der 2 proc. Oxalatlösung
') Nimmt man zu diesen Versuchen kalkhaltigen Schlamm, so ist viel Ver-suchslösung anzuwenden wegen allmähliger Calciumoxalatbildung, wodurch ein Fehlerbedingt wird.