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der Glomeruli, bei höheren Graden auch eine »eigenthümlichevacuoläre Umwandlung des Kapselepithels, auf Durchtränkung desProtoplasmas mit schwach lichtbrechenden Massen beruhend, wodurchder Kern mechanisch (? L.) zu einem sternförmig gezackten Bildezusammengepresst wird.«
Hey mann verglich die Wirkung der Oxalsäure auf Fröschemit derjenigen ihrer nächsten Homologen, der Malonsäure, Bern-steinsäure und Brenzweinsäure, 1 ) und fand in Uebereinstimmung mitKoch, dass 0,01 g freie Oxalsäure für einen Frosch von Mittel-grösse tötlich ist und dass bei Malonsäure die letale Dose doppelt-,bei Bernsteinsäure aber 4—5 mal so hoch ist. Aehnliches ergabsich für die Natronsalze.
Von einigem Interesse schien mir die Frage zu sein, ob lös-liche oxalsaure Salze sich auch als Gifte für niedere Thiere, fürgrüne Pflanzen und Pilze erweisen.
In der Wirkung der Oxalate auf niedere Wasserthiere liessensich nun grosse Unterschiede erkennen, der Tod trat bei einigenArten (Asseln, Copepoden, Rotatorien) sehr bald, bei anderen(Wasserkäfer, Wassermilben und Nematoden) aber weit später ein,was wohl mit der verschiedenen Schnelligkeit zusammenhängenmag, mit der jene Salze zu den wichtigeren Organen vordringenkönnen.
In 0,5proc. Lösungen neutralen Kalium- oder Natrium-Oxalatssind Asseln, Copepoden und Rotatorien in 30—50 Minuten tot,dann folgen Egel und Planarien, hierauf Insectenlarven undOstracoden,während nach 24 Stunden noch leben Wasserkäfer, Wassermilben 2 )und einzelne Nematoden. In einem Controlversuch mit neutralemweinsauren Kali lebten fast alle jene Organismen noch nach24 Stunden, viele nach mehreren Tagen.
In einer 0,lproc. Lösung neutralen Oxalsäuren Kali's starbenAsseln, Copepoden und Rotatorien nach 3— 4 Stunden, kleinePlanarien nach drei Tagen und Ostracoden waren darin noch nachacht Tagen lebendig. Zu den resistenten Nematodenarten gehört
') Du Bois Reymond's Archiv 1889, S. 168. Heymann schliesst aus seinenBeobachtungen, dass das steigende Moleculargewicht jener Säuren nicht allein dieAbnahme der Giftigkeit bedingen könne.
2 ) Wassermilben starben erst nach 20 bis 22 Stunden in einer lproc. LösungOxalsäuren Natrons.