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hebt, sondern auch die physiologischen Functionen derselben er-möglicht, so gewinnt jene Folgerung an Wahrscheinlichkeit. l ) Auchbei Infusorien zeigt sich der auffallende Unterschied; in 0,2% Lös-ung von Magnesiumsulfat sterben sie nach einer Reihe von Tagenab, während in Lösung von 0,2 % Calciumsulfat sie nicht nur amLeben bleiben, sondern sich noch beträchtlich vermehren (besondersVorticellen). Selbstverständlich ist hiebei für etwas Nahrung zusorgen (Algenmasse mit Spaltpilzen).
Giftwirkung der Oxalsäuren Salze.
Obwohl die Giftwirkung der Oxalsäure und ihrer Salze seitlange bekannt ist, herrscht doch noch immer ein Dunkel über deneigentlichen Grund derselben. Durch Kobert und Küssner, welcheAutoren auch einen historischen Ueberblick über alle einschlägigenStudien und Beobachtungen als Einleitung zu ihrer Mittheilung 2 )geben, wurde erforscht, dass Oxalsäure kein Herzgift ist, sondernin erster Linie auf das Centralnervensystem wirkt, dass oxalsauresNatron in geringen Dosen das vasomotorische Centrum in der Medullaoblongata reizt, in mittleren vorübergehend, in grösseren dauerndlähmt. Jene Forscher zeigten ferner, dass der Harn eiweisshaltigwird und eine reducirende Substanz enthält, welche aber nicht Glu-cose ist. Sie beobachteten Calciumoxalat in verschiedenen Formenim Harn sowohl als in den gewundenen Harncanälchen der Nieren,welche oft dicht damit angefüllt sind und die Hamsecretion erschweren.
Die Vermuthung Rabuteau's, dass sich aus der OxalsäureKohlenoxyd im Blute bilde und dadurch die Giftwirkung bedingtwerde, konnten sie nicht bestätigen.
A. Fränkel 3 ) schliesst aus Versuchen an Kaninchen, dassausser der mechanischen Verstopfung noch ein zweiter Factorexistiren muss, der die Harnverminderung bedingt, wahrscheinlicheine Entzündung des Nierenparenchyms.
Murset 4 ) constatirte Nekrose des Epithels der Harncanälchenund in Fällen, wo der Tod in 3—4 Tagen erfolgte, auch Entzündung
J ) Loew, Flora 1892 S. 383 u. 387.*) Virchow's Archiv 78, 209—244.
s ) Zeitschrift für klinische Medicin 2, 664—674.4 ) Jahresberichte der Medicin 1885. I. 422.