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bleiben, wogegen sie durch arsenigsaures Salz bald getötet werden. 1 )In einer 1 °/ 00 Lösung von arsensaurem Kali in Quellwasser lebenferner, wie ich fand, Infusorien und Insectenlarven wochenlangmunter fort, jedoch sterben darin nach ein bis zwei Tagen Wasser-schnecken , Wasserasseln und Wasserkäfer, später die Würmer. Inl°/ 00 Lösungen von ars'enigsaurem Kali dagegen starben auchInfusorien und Insectenlarven bald ab.
Bei Phanerogamen constatirte Nobbe die grosse Schädlich-keit von arsenigsaurem Kali für Erbsen. 2 ) Bei 1:30000 As inForm des arsenigsauren Kalis starben Erbsenpflanzen nach 4 Tagen,bei 1 : 300000 nach 12 Tagen; die Epidermiszellen der Wurzelnwerden nach Nobbe zuerst angegriffen, deren Absterben die os-motischen Actionen hindert. Auch bei Mais ist dieses Salz nachKnop sehr giftig, dagegen wird 0,05 g arsensaures Kali proLiter Nährlösung von Mais so gut ertragen, dass die Pflanzennormalen Samen entwickeln."')
Ich beobachtete (1. c.), dass verschiedene Algenarten in einer1 °/ 00 Lösung von arsensaurem Kali lebend bleiben, dagegen ineiner ebenso starken (neutralisirten) Lösung von arsenigsauremKali nach 6—10 Tagen zu Grunde gehen, wobei sich eine Granulationbemerken lässt, wenn die Algen gespeichertes actives Eiweiss ent-hielten. Der Chlorophyllkörper stirbt hier viel früher ab als dasCytoplasma.
Was nun das Verhalten der niederen Pilze zu diesenbeiden Säuren betrifft, so ist auch hier Arsensäure als ungiftig zubezeichnen, arsenige Säure aber als ein schwaches Gift. Es ist be-kannt, dass Schimmelfäden in verdünnten Lösungen von arsenigerSäure wachsen können, wenn Spuren von organischen Materien vor-handen sind (ausser Spuren von K- und Mg-Salzen, sowie Phosphaten).In concentrirteren Lösungen aber gedeihen sie nicht mehr; versetztman z. B. eine verdünnte Lösung käuflichen Peptons mit 1 % arsenig-sauren Kali und so viel Phosphorsäure, dass die Lösung nur nochschwach alkalisch reagirt, und inficirt mit Schimmelsporen, so zeigt
') l.oew, Pflüg. Arch. 40, 445 und 32, 112. Da* krystallisirte arsensaure Salzwar das saure Salz des Handels. Das arsenigsaure Kali war das alkalisch reagirende,es wurde mit etwas II Cl bis zur schwach sauren Keaction versetzt.
2 ) Landw. Versuchs Stat. 37, 381.
3 ) liotan. Centralblatt 1885, S. 35.