-L Briefe an Lina.
er sich um die Gabe des guten Erzählens bemühthat; denn dadurch hast du nun auch ein Modeldieses schätzbaren Talents gesehen, welches in demgesellschaftlichen Leben so nöthig und angenehmist, und das meine Lina auch besitzen soll. Mir/meine Liebe! gäbest du die Freude, einen meinerWünsche für dich erfüllt zu sehen. Denn ich ver-langte immer i» dem Grund meines Herzens fürdas Glück des deinigen, daß du nichts unbemerktvorübergchcn lassest. Und diesen schönen Weg hastdu genommen. - Ich seh cs in dem Auszug einesdeiner Briefe an deinen Bruder, und in jeder Liniedeines Briefes an mich:
»Deine häusliche Beschäftigungen sind dirlieb. -- Du möchtest, wenn du auch diereichste Frau würdest, nicht eine davon ver.säumen, und du glaubst, dieß nun recht gutgelernt zu haben, und willst jetzo noch alles»o>r mir wissen/ weil ich in trübem Weiterund einsamen Stunden, wie bey Sonnen-schein , und in artiger Gesellschaft, immereine zufriedene Mine habe, weil es dir ammeisten ausgefallen ser,, und weil dir undandern so wohl dabey war:
Du sagst r bas Bücherlesen allein giebt es nicht.
»Sie