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Briefe an Lina
Entstehung
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97
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Vierzehnter Brief. 97

»Sie haben mich in Gesellschaften eingeführt:ich werde vielleicht einmal verhmralhet —wenn mich aber auch mein Schicksal unser,Kunden laßt, und Sie, meine Tante undmein Bruder nicht mehr leben, so möchte ichalles wissen, wodurch ich mir unter gutenMenschen Freunde, und in einsamen Stun»den Vergnügen machen könnte.

Dein Bruder hat deinen Brief gelesen, und findetdeinen Wunsch gut. — Er sagt, ich hatte dir eineIdee von den Romanen gegeben, welches dieSchriften seyen, die man zum Zeitvertreib ließt,ich solle dir auch über andere Rennrnisse einigeBriefe schreiben. Ich hatte dich an ihn verwie-sen, damit er, nach der Geschichte und Geographie,auch die philosophische Briefe an meine Schwe»fter mit durchgehen möge. Nun will er nichtmehr, ohne die eigentliche Ursache zu sagen. —>Seine Amtsgeschäfte haben nicht zugmommm,und die Stunden, welche er dir gab, find noch inseiner Gewalt. Ist es Laune, und mulkuviüigeNeugierde, die Lücken in meinem Kopf zu sehen? -ober Nachgiebigkeit für den eifrige» Wunsch, wel,chm du zeigtest, meine Art, zu denken und zusehen, nachzuahmm — welches freylich viel leichterE ist,