Vierzehnter Brief. 2s
und Gebäude mit seincr Sense weqgemähthatte. — Ach! mährend in dieser Stube dieSanbkörnchen aus dem adern Tdei! desGlases sanft und leise her unter soffen, stürztenin Kalabrien so viele Städte ein."
Dieser unerwartete Gedanke, und die Trauer derMenschenliebe, welche in deinen holden jugendli-chen Zügen verbreitet war, rührte uns alle, wiedu es bemerkt haben mußt. O vergiß nie, meinKind! daß einer der würdigsten Männer dir sagte:
»Ich wünsche, daß Sie diese Aufmerksamkeitbcy dem Hinßiessen Ihrer Lebenslage behal-ten möchten. Denn eben so still, eben so un.aufhaltsam wie diese Sandkörnchen, folgensich die Augenblicke unser« Daseyns."
Du wärest für diese Lehre sehr dankbar, und deineFrage, wie die Sanduhren gemacht würden, zögenatürlich die Idee von allen andern Uhren nachsich, ohne daß du wußtest, wie nütz'ich deine lo-benswertste Wißbegierde meiner lieber Traioimewar. Denn diese hatte noch nie etwas ordentlichesvon den Uhren gehört, oder gedacht, als daß mandurch sie wisse, wenn man Mittags und Abendsesse, in Kirche, Gcicllschaft, und schlafen gehe.
Herrn Gslse aber weiß ich sehr vielen Dank, daß
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