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Johann Herbeck : ein Lebensbild
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Und süßer Duft soll aus de» Blütheu ivallcuUnd senken ans des Meisters Grad sich nieder,

Ihr aber eint die schönsten eurer LiederDen holden Klagen dort der Nachtigallen.

Von Lieb' und Dank dnrchzittert und von ThräncnSoll Lied nm Lied der Sängcrbrust entschweben,

Der Welt verkündend ewig neues Sehne»

Nach Ihm, der jetzt weilt in sonn'gcn Landen,

Wo Schuberts und Beethovens Geister leben,

Die seinem Herzen stets so nah' gestanden. Louise Pcssiack.

Prolog zu lpcrbeck's Todtenfeicr am s5. November H877,von Josef Weilen.

Zu Leidcrfillltcn trct' ich tief bewegtEin Trauernder zu Trauernden hervor.

Es ist, als Hab' sich heut' ein dunkler FlorUm dieses Saales gold'nc Pracht gelegt.

Als ob die Musen, die die Decke schmücken,

Voll Mitgefühl und Wehnmth nicdcrschan'n,

Da unsres Todtcu Abbild sie erblicken.

Und jedes Aug' in diesem Saal', cs sichtMit bitt'rem Schmerze und voll Todesgrau'n,

Ans diese Stätte hier, von der er schied.

So sah er aus! Wohl sind dies; seine Züge!lind dennoch ist's nur leichenblasse Lüge.

Was ihn belebt, sein reiches inn'rcs Leben,

Kann keines Bildners Meißel wiedergcbcn:

Das Ang', das flammen weckend, Funken sprühte,

Die Hand, bewehrt mit dem Commandostab,

Die rhhthinisch sicgessich're Dentnng gab,

Das Herz, das Liebe für die Kunst durchglühte,

Der Muth, der stürmend sich au's Ziel gesunden,

Dies Alles ist für immer uns entschwunden.

Der Vielbcwcintc war ein Sohn von Wie».

Die harte Armnth war des Kindes Loos,

Die Sorge und die Arbeit zog ihn groß.

Doch ihm war von Natur ein Geist verlieh'»,

Der immer glüht und alles rings belebt,

Und nur befriedigt ist, indem er strebt.

Wie hoch er stand ans Glückes schwanker Leiter,

Stets zog's ihn lockend aufwärts: Weiter! Weiter!

Und fortgcdrängt von innerem Beruse,

Und vor des Dämons: Ehrgeiz, Sporn und Drang,

Stieg nncrmüdet er von Stuf zu Stufe,

Bis er als Preis des Mühens sich errangDes Führers Lorbeer und des Volkes Gunst;

Ein Marschall Vorwärts ans dem Feld' der Kunst!

Nun schicu's, als wollt' er klimmend innc halten,

Und künstlerisch geklärt von Tag zu Tag,

All das, was Schöpferisches in ihm lag,

Als Saug- und Klangesthat herausgestaltcn.

So eigene wie Volkes Melodien

Will formen er und an das Licht beschwören;

Er schafft die Vierte seiner Symphonien,

Er träumt von Liedern, Messen und von Chören;

An Arbeit reiht sich Arbeit, Plan an Plan,

Für lange Lebenszeit voraus in Fülle,

Da schleicht mit tückischem Schritt der Tod heranUnd ruft ein hcis'rcs: Halt! Sein Herz steht stille!