Druckschrift 
Johann Herbeck : ein Lebensbild
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

15 !

die würdige Wiedergabe dieses Hohenliedes zur künstlerische» Pflicht machte. Vor Ende Jänner,vielleicht mich Anfang Februar damit zu Stande zn kommen, ist aber wenig Aussicht, da csbei der großen Beschäftigung unseres Vereines (Stiftungsliedertasel, Regniem, Coneert am21. December) äußerst schwierig ist, die gerade für diesen Zweck ausgesuchten Leute etwa40 bis 50 zn den wünschenswerth zahlreichen Proben unter einen Hut zn bringen. Deswegenlieber etwas später, als den Vorwurf der Halbheit.

Wien, Dccember 1856.

Liszt an Herbeek.

Sehr geehrter Herr, (Am 12. Jänner 1857 angelangt.)

Bei meiner etwas verspäteten Ankunft in Weimar trefse ich Ihr freundliches Schreiben,wofür ich Ihnen meinen aufrichtigen, verbindlichsten Dank sage. Daß cs Ihrer sorgfältigverständigen Einstndirung gelungen ist, c>nc günstige Wirkung des Faust- (Studenten-) Chorzn erzielen, freut mich sehr von Ihnen zu vernehmen. Dieser kleine Schwank wurde mehrmalsmit ziemlichem Glück von Männergesangvereinen in Cöln, Berlin re., ja selbst in Paris vorge-tragen. Vor 15 Jahren, als ich ihn heransgab, war ich sehr wenig bedacht der Trägheit derSänger im Jntoniren zu frommen. Heute, wo mich manche Erfahrung eines besseren belehrthat, würde ich wahrscheinlich die etwas steile und schlüpfrige Stelle folgcnderwcise schreiben:

Wahrschcinleich dürfte sich auch diese Version esfectvoller machen mit der Aendernug im

letzten Vers (der Prosodie zn Ehren!)