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Johann Herbeck : ein Lebensbild
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und München die Oper ebenfalls angenommen haben, so haben Sic in der Thal bereitsbewirkt, was Sic in Ihrem gütigen Briefe zn Anfang dieses Jahres so lebhaft wünschten.Ich habe das schauderhafte Lcctionircn einstweilen anfgcgcbcn, und wenn es so weiter geht,wie bisher, so hoffe ich es auch nicht mehr anzufangen. Nur um Ihretwillen, dem ich allesdies zn verdanken habe, hätte ich gewünscht, die Oper hätte sich als Zugstück heransgestcllt;und ich kann das wehmüthigc Gefühl nicht unterdrücken, daß in diesem Falle Manches

vielleicht anders geworden wäre.

Hottingen, 12. April 75.

Hochverehrter Herr!

Ich brauche Ihnen wohl nicht erneute Versicherungen ansznsprechcn, wie sehr ich michIhnen zu Dank verpflichtet sichle, und Zeit meines Lebens fühlen werde. Nehmen Sic dieZueignung beifolgender Männcrchorkantate >) als ein kleines, auch in die Oeffentlichkcit reichendesZeichen meiner Dankbarkeit freundlich von mir an, und lassen Sie mich die Hoffnung ans-sprechcn, daß Ihnen auch dieses Werk gefallen möchte! Ich bitte Sie dasselbe durchaus alseine Art Lnndschaftsgemäldc anfznfasscn, als ein Stimmungsbild, dessen düstere träumerischeFärbung nach meinem Gefühl in den Klängen des Mannerchors seine treueste Wiedergabefinden konnte. Das Solo ist ursprünglich nur für Tenor gedacht die Worte: oder Sopranhabe ich nur dem Verleger zn Liebe beigefügt.

So seien Sie noch aufs Herzlichste gegrüßt von Ihrem, Ihnen dankbar ergebenenHottingen, 15. März 76. Hermann Goctz.

i)Es liegt so abendstill der See" (Wolfg. Müller von Königswinter) in Musik gesetzt für Manner-chor, Tenor- (oder Sopran-) Solo und Orchester und Herrn Johann Ritter von Herbcck verehrungsvoll zuge-cignct von Hermann Goetz op. 11 Berlin dt. S im rock.