„Jiigcrlicd" von Uhlond.Ap>'l,
„kauf der Well" von Uhlond.April,
„Stcrbcklöngc" von Uhlond, i. „Dos Stöndchcn", 2. „Dir Drossel" . April,
„Im Herbste" von Uhlond.Anfanc, Mni,
„Lied des Gefangenen" von Uhlond.Anfang Mai,
„Entschluß" von Uhlond .14. Mai,
„Grctchens Freude" von Uhlond.15. Mai,
„An eine Grille" von Schulze.28. Mni,
„Der Nosengarten" von Uhlond.30. Mni,
„Abschied" von Uhlond.30. Juni.
I» den meisten dieser Lieder bekundet Herbeck bereits ein deutlich ausge-prägtes Formgefühl, zu dessen Ausbildung das Studium der Meister des deutschenLiedes zweifellos beigctragen hatte. Die Melodie ist meist gefällig, die Beglei-tung kunstlos: der einfache Liedstyl ist fast durchwegs bcibehalteu. Die natürlichempfundene „Drossel" mit der reizenden Clavicrbegleitung kann wohl dasansprechendste von allen diesen Liedern genannt werden. Sie wurde erst nach demTode Herbccks durch den trefflichen Vortrag des Frl. Weyringer bekannt,und die vorzügliche Sängerin erntete damit großen Beifall. Für die Kircheschuf Herbeck, da sein Herz von weltlichen Gefühlen so voll war, nur weniges:am 6. Juli entstand ein Stück »ach dem Texte „voinius non suw cki^uns".
Mit dem Sommer 1849 »ahm seine Hofmcistcrschaft vorläufig ein Ende.Er ging nach Wien zurück, wo er die Sängerin Fräulein Jetty Trefsz, dienachmalige Gattin Johann Strauß', kennen lernte. Seiner Verehrung für sieund ihre Kunst gab er durch die Widmung zweier Lieder: „Die Begegnung"von O. Gruppe, componirt am 20. August und „Frage und Antwort" — ei»ziemlich wcrthloses Gedicht eigener Fnctur— eomponirt am 21. August, Ansdruck.
Im Herbst und Winter kam er zwar zeitweilig wieder nach Müuchen-dorf, studirte aber nebenbei die zweite Classe der „Philosophie" zn Ende, legtePrüfung ab und ließ sich am 14. Februar 1850 au der juridischen Facnltätder Wiener Universität inscribircn. Neben de» juridischen Fächern hörte er ander philosophischen Facnltät bei Professor I)r. Knnzek Physik, wozu ihn wohlder Drang, die Welt der Töne auch in naturwissenschaftlicher Beziehung zudurchdringen, veranlaßt habe» mag. Er hat es aber in diesem Fache, wie inallen Disciplinen, welche eine Vertrautheit mit der Mathematik voranssctzeu,nicht sonderlich weit gebracht. Blau kann eben ei» ausgezeichneter Musiker sei»,auch ohne über die bei jedem Gebildeten vorauszusetzeuden Elemcntarkeuntuissein der Physik je hinaus gekommen zu sein. Mit den juridischen Studien nahmer es lange Zeit hindurch sehr ernst, da es in seiner Absicht lag, sich deinStaatsdienste zu widme». Als er die Universität verlassen hatte, kümmerte ersich allerdings um die Rechtswissenschaft nicht mehr viel. Ihre Grundsätzehatten aber doch so fest Wurzel in ihm gefaßt, daß deren unbewußte Nutzan-wendung seinerseits in vielen Fällen, besonders während er die Direktion desOperntheaters führte, unverkennbar ist.