4
capette') und starb am 14. Juni 1813.2) war drei wal verheiratet und
hinterlicß aus erster Ehe ein Kind, aus zweiter Che zwei Kinder. 2 )
Sei» ältester Sohn Josef hatte sich ebenfalls der Musik zugewandt underwarb sich einen entschieden größeren Nnf als sein Vater. Er ist während derDienstzeit seines Vaters beim Fürsten Schwarzenberg auf der GutsherrschaftWittingan in Böhmen am 21. November 1772 geboren,') stndirtc bei Albrechts-berger Contrapnnct, kam, nachdem er in Wien bereits einige male öffentlich aus-getreten war/) 1796 als Capellmeister in de» Dienst des Fürsten Liechten-stein, begleitete diesen ans Reisen und lebte sonst im Schlosse Feldsbcrg, woder Fürst ein gutes Orchester unterhielt, das unter Triebenscc's Leitung dieelastischen Tonwcrke aufführte. Wie lange die Dienstleistung beim Fürsten dauerte,ist nicht festgestellt. °) Im Jahre 1810 mag er diese Stellung bereits aufgcgcbcngehabt haben, da er sich um diese Zeit um die durch den Tod cincS CapellmcistcrSFischer am Bnrgtheater erledigte Stelle bewarb. ?) Ein Jahr darauf cngagirtc ihnDircctor K 0 rnthcucr als Capellmeister für das Brünncr Theater. ^) Im Todesjahreseines Vaters (1813) finden wir ihn als Capellmeister bei einem Grafen Hnnhadi
„2. Februar 1812. Georg Triebcusce pcusiouirter Hoftheatcr-Oboist bittet uni seinenvermög Hofdccrcts angewiesenen nnd gehabten Pensionsgchalt für seine 30 Jahre geleistetenDienste, welcher ihm bei der Hoftheater-Cassa nicht mehr soll ausbezahlt werden."
„25. Februar 1812. Demselben wird der fernere Genus; seiner bisher bezogenenPension von 200 Gulden vom 1. Octobcr 1811 zngcstandcu und bewilligt." Dies ist alles,was im Bnrgtheater über Triebcusce zu erfahren möglich war.
st Kochel a. a. O.
2 ) Ans dem Todtenrcgistcr der Pfarre ob der Laimgrnbc in Wien ist nieder das genaueDatum, noch der Ort seiner Geburt ersichtlich. Im magistratischen Todtenüeschau Protokollhcisjt cs „aus Schlesien gebürtig".
3) Ans dem gelegentlich seiner drittmaligen Verchlichung abgeschlossenen Ehcvcrtragevom 4. März 1812 ist zu erwähnen, daß ihm seine Braut ein Hciratsgut von 300 fl. W. W.mitbrachte. Der Bräutigam hingegen versprach seiner Braut eine goldene Halskette nnd einenbrillantenen Ring als Morgcngabe einznhändigcn. In den Vermögcusstand wurde nach seinemTode ausgenommen: Jnbiläninsgehalt Per 600 fl. jährlich ans dem k. k. Ilniversal-Kammeralzahlamtc, eine Pension von 200 fl. jährlich ans der k. k. Hoftheater-Cassa. Archiv des k. k.Landcsgerichtes in Wien.
st Tanfrcgistcr der Pfarre Wittingan. Der Vater ist darin als »mnaioua Lsreuiss.llrineipis« bezeichnet.
st Pohl a. a. O. Wir finden ihn weiters im Jahre 1794 in zwei, 1797 nnd 1798in je einem Conccrte als Solisten Mitwirken. Im letztgenannten Jahre spielte am 2. April„Herr von Beethoven ein Quintett seiner Erfindung ans dem Pianosorte", wobei Trie-bcnsee den Obocpart vortrug.
st Wnrzbcich, Biogr. Lexikon des Kaiscrthums Oesterreich, Art. Trübensce. Auch im fürstl.Liechtenstein'scheu Hansarchive ist laut einer freundlichen Mittheilnng des Herrn ArchivarsKöhler nichts darüber zu finden.
st „Da die Stellung des seel. Herrn Fischer nicht besetzt wird, kann diesem Gesuchenicht willfahren werden", heißt cs in dem Exhibiteu-Protokolle des Bnrgthcatcrs vom11. Jänner 1810.
st D'Elvert, Geschichte der Musik in Mähren u. Ostcrr. Schlesien. Brünn 1873. S. 203.