3.
Westphälische Mundart.
^ iese Mundart, welche mit der vorigen sehr oftzusammenfließt,, und im Osten und Norden sich überBrannschwcig, Hildcsheim, Göttingen und weiterverbreitet, zeichnet sich 1) durch manche Doppellauteans, z. B. durch das au statt des o: N aut,Braut, Tand, statt Noth, Brot, Tod; anmanchen Orten auch Maut, Gant, statt Muth,Gut, im altteutschen Mnot, Guot. Besondersaber durch das ei, anstatt nnsers ie: leis, Deif,statt lieb, Dieb. 2) Durch das s g oder mehr s kanstatt des hochtcutschen sch: sg reiben, hnbsk,Minsk, statt schreiben, hübsch, Mensch;,woran man auch in der Ferne jeden Wcstphalenunterscheidet und ihm im gemeinen Scherze wohl auchRedensarten wie folgende aufgiebt: „Fritzfrisst frischeFische.
Außer den älteren von Kinderling verzcich-netcn Schriften, sind in dieser Mundart erschienen:Dndsge or Sächsische Singedichte, Grav-sgristen, singbare Leder, Vcrtelsels un