Druckschrift 
2 (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Vorwort.

Schweizerische Mundarten.

<2»>ie Schweiz zahlt in ihren Gebirgen gar mancheMundarten die jedoch in der Hauptsache -mit cinan--der übcreintreffen. Die Hanpteigcnhcitcn, welche je-dem Nichtschweizcr auffallcn sind folgende:

a) Die Doppel-sclbstlaute ei oder cy, cn undan formen sich gerade wie im NLedcrtentschcnin ein gedehntes i oder y, ü, o oder a, in ei-nigen Wörtern auch u: Win, Lute, lose, Hus,Hnser s. f. statt Wein, Leute, laufen, Haus,Häuser.

b) Die Mitlaute dagegen gehören ganz den ober-teutschen Mundarten an; so wird z. B. das gkeineswcges so weich wie in Nicderteutschland,sondern wie in Schwaben und Oesterreich alsein Verwandter des r ausgesprochen. Die stwerden auch am Ende der Wörter in seht ver-wandelt: bischt, hascht, statt bist, hast. Die ch