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Dasselbe Verhältnis haben wir beim Myxöclem, wo die fetten,bartlosen, hochstimmigen Männer und ein gewisser Typus voncorpnlenten anämischen Frauen mit schweissloser, leicht abschil-fernder Haut und einer Discantstimme von oft grosser Schönheitdem geübten Beobachter die Abkunft leicht verrathen. Auch fin-den Basedow mit seinen vielen fonnes frustes ist Analoges be-kannt.
Gerade die unvollständig entwickelte Acromegalie erinnert anden Pubertätstypus, wo besonders beim Mann plötzlich die Ex-tremitäten wachsen, die Nase und Lippen sich vergrössern, dieweichen knabenhaften Züge sich auffällig vergröbern, häufig derPubertätskopfschmerz (analog dem der Acromegalischen ein allge-meines „Schädelweh“) erscheint, Polyphagie und Polydipsie her-vortritt und wo auch das allgemeine Längenwachsthum des Kör-pers so grosse Fortschritte macht (vgl. die acromegalischen Kiesen).Auch erscheint um die Pubertätszeit so häufig Scoliose und Schild-drüsen vergrösserung, und das schubweise Wachsthum der Muskelnund Knochen ist mit periodisch auftretenden Schmerzen — Wachs-tliumsschmerzen verknüpft: alles Züge, die auch bei der Acrome-galie, nur sehr gesteigert und ins pathologische verkehrt, zu findensind.
Offenbar hat also der Plirnanhang normalerweise eine mit derSexualität in Verbindung stehende Function, die in der Pubertätam sinnfälligsten zum Ausdruck kommt.
Solche Leute, die zur Pubertätszeit besonders gewachsen sindund die fürs ganze Leben auffallend grosse Extremitäten und einenhervorspringenden Unterkiefer behalten („Vorderkauer“), also deut-lich in den Typus der Acromegalie hineinschauen, verlieren früh-zeitig die sexuelle Lust und verfallen dann leicht der Angstneu-rose. Auch habe ich die Erfahrung, dass derartige Menschen ausFamilien stammen, in denen dieser Typus sich bei anderen Mit-gliedern mehr oder weniger deutlich wiederholt, und in denenausserdem Diabetes erblich ist. Das letztere, das auffallend häufigeVorkommen von Diabetes, betrifft auch Familien, wo eines odermehrere Mitglieder in den Typus des Myxödems schlagen.