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Frau L., geboren am 24. Mai 1834, hatte zwei Kinder, oinen F ‘ l11132 -älteren Knaben "VV. L., geboren 24. October 1858 und eine jüngereTochter C. L., geboren am 5. October 1859. Tn der Familie der FrauL. war ein älterer Bruder in seiner Jugend epileptisch, später gesund.
Ein Sohn dieses Bruders ist als schwerer Epileptiker gestorben.
Frau L. selbst bat zur Zeit der Klimax häufig an epileptischenAbsencen gelitten, die sich zu schweren und langen Ohnmächten stei-gerten. Patientin fiel plötzlich bewusstlos zu Boden und hat sich dabeiauch häufiger verletzt.
Nach der Menopause ist sie frei geblieben bis zum 8. December1895, wo sie um 10 Uhr Vormittags in einen Dämmerzustand verfiel,über ihre Umgehung nur mangelhaft orientirt war und erst nach12 Stunden erwachte, ohne die geringste Erinnerung von den Ereig-nissen des Tages. In der Folge hat sie ab und zu an heftigenllämorrhoidalschmerzen gelitten, die anfallsweise kamen und gingen:
Auch Migränen, welche seit der Menopause sehr selten geworden waren,erschienen jetzt häufiger.
Der Sohn W. L. leidet seit seiner Jugend an einer Nasen-eiterung, die nach schweren durch Lungenentzündung complicirtenMasern aufgetreten war und trotz vielfacher Eingriffe nicht geheilt ist.
Der Eiter nimmt zeitweise einen leicht fötiden, zu anderen Zeiteneinen faden Geruch an. Gewöhnlich ist er geruchlos. Der Patienthat häufige Kopfschmerzen, zum Theile Migränen. Bei den Migränenist der sonst sehr normale Stuhl angehalten. Bisweilen stellt sichohne irgend welche diätetische Veranlassung eine plötzliche Diarrhoeein, die ebenso plötzlich ohne jede Therapie verschwindet. An gewissenTagen findet sich ein Schmerz am After beim Stuhle ein. Gewöhnlichaber ist Patient nach dieser llichtung ganz frei.
Auch kommen zu Zeiten Schlingschmerzen — ohne localen Be-fund — und hei sonstigem Wohlbefinden zur Beobachtung, ebensoSchmerzen im linken oberen Eckzahn, der allmälig locker wird.
Um die Zeit der Pubertät hat W. L. ebenfalls an Dämmerzu-ständen gelitten. Er ging dann z. B. in eine Wohnung, -welche dieEltern schon vor Jahren verlassen und die anderweit bezogen war,läutete an und wachte bei ihm gänzlich fremden Leuten auf. Auchhat er in einem solchen Anfall versucht, eine fremde Wohnung mitseinem natürlich unpassenden Corridorschlüssel zu öffnen. Beim end-lichen Erwachen ist es ihm völlig unklar gewesen, wie er zu einersolchen Handlung gekomnlen sein sollte. Später hat der Patient dieseZustände ganz verloren.
Die Schwester C. L. -war gesund. Sie starb an nur eintägigerfoudroyanter Pneumonie am 31. December 1879.
Ich besitze nun vom Februar dieses Jahres an Aufzeichnungenüber die Beschwerden von Frau L. und über diejenigen ihresSohnes W. L.
Flies8. Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen. H