122
30. Juni: weibl. Reihe IV,
6. Juli: weibl. Reihe V,
fällt. Die Erklärung des sonderbaren Factums wird sich ausspäteren Erörterungen ergeben.
Die Schlüsse, welche wir aus der Analyse der ersten Schwan-gerschaftsbeobachtung gezogen haben, werden sich auch mit Noth-wendigkeit aus der Betrachtung einer zweiten analogen Beobach-tung ergeben.
Fall 122.
Frau A., I para.
Letzte Regel am 1. April 1895. Menstruationsintervall 28tägig.Die genaueren Notizen sind erst vom Juli an gemacht. Doch istvorher an den Kalendermenstruationstagen (27. Mai und 24. Juni)die Nase untersucht, welche überhaupt in diesem Falle einer metho-dischen Inspection unterworfen wurde.
A. Weibliche Reihen:
I.
Intervall(Tage) 2828
28
28
2X28 + 1 =572 X 28 - 1 = 55
28
28
I. April: Letzte Regel.
29. April: Erste ausgebliebeno Regel. Molimina menstrualia.27. Mai: Ganz leichte Bauchschmerzen, wie ehedem vor derRegel, nur geringer. Rechte untere Nasenmuschelund rechtes Tuberculum septi geschwollen, leichtcyanotisch.
24. Juni: Subjectives Befinden und Nasenbefund, wie am27. Mai. Beim Ausschnauben etwas Blut aus derNase.
22. Juli: Kopf dumpf; kurze, wehenartige rechtsseitige Bauch-schmerzen. Rechtes Tuberculum septi geschwollen,cyanotisch.
17. September: Stärkeres Nasenbluten. Dadurch wird dieAufnahme des Nasenbefundes behindert.
II. November: Nasenbluten links. Nase: untere Muschel und
Tuberculum septi rechts stark geschwollenund cyanotisch, links weniger. Leichte Schmer-zen im rechten Hypogastrium, wie vorm Un-wohlsein.
9. December: Nase deutlich menstruell. Linksseitige Inter-
costalschmerzen.
6. Januar: Angst mit Schweiss; durch Menthol-Einziehungin die Nase beseitigt. Wochenfluss verstärkt undwieder viel blutiger gefärbt. Die Milch versiegt