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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
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und von diesen aus können alle jene Beschwerdenausgelöst werden, die das Bild der nasalen Beflex-neurose zusammensetzen. Nicht zum wenigsten Dysmenorr-höen*) und Menorrhagien mit nasalem Mechanismus. Und rechthäufig auch Kreuz- und Hypogastriumschmerz,Lendenmark-symptome, welcher der banalen Therapie so hartnäckig wider-stehen ! Diese Schmerzen reagiren sämmtlich positiv auf denCocainversuch, werden durch Verödung der Genitalstellen (ambesten durch bipolare Electrolyse) zeitweilig beseitigt, kehren wieder,wenn die onanistischen Excesse fortdauern und bleiben nach dernasalen Therapie dauernd geheilt, wenn die Patientin die schädlicheGewohnheit wirklich aufgibt.

Mit dem Satze, dass durch die Onanie eine Veränderung derGenitalstellen der Nase hervorgerufen wird, ist aber ihre Einwir-kung auf dieses Organ keineswegs erschöpft, wenigstens wenn manunter den Genitalstellen, wie wir das bisher mit gutem Grundegethan haben, nur die unteren Muscheln und die Tubercula septiversteht. Es erleidet noch eine andere Localität der Nase einetypische Veränderung durch die Onanie und zwar ist dies die ,linke mittlere Muschel, wesentlich in ihrem vorderenDrittheil.

Ich habe an anderem Orte gezeigt (cf. Magenschmerz undDysmenorrhoe in neuem Zusammenhang. Wiener Kl. Bundschau1895 Nr. 1 ff.), dass der neuralgische Magenschmerz von einerAffection dieser Stelle der Nase abhängig ist und habe deshalbvorgeschlagen, das vordere Drittel der linken mittleren Nasen-muschel dieMagenschmerzstelle schlechtweg zu nennen.Cocainisirt man die Magenschmerzstelle in einem Anfall von ech-ter Cardialgie, so hört dieser nach 58 Minuten unfehlbar auf.Extirpirt man gründlich diese Partie der linken mittleren Muschel,was leicht mit einer geeigneten Knochenzange ausgeführt wird,so schafft man den Magenschmerz dauernd fort.

Diese Sätze, die ich s. Z. mit 10 Krankenbeobachtungen be-legen konnte, haben sich durch weitere Erfahrungen ausnahms-los bestätigt, so dass ich sie als unzweifelhaft festgestellt betrachtendarf.

*) Vgl. Fall 5.