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Die Patientin hatte vor 23 Jahren ein Kind geboren, das wegenLues congenita nach drei Wochen starb. Sechs Jahre später abortirtesie im dritten Monat. Sie lebt jetzt seit einem halben Jahre in zweiterEhe und hat wieder concipirt. Die letzte Kegel war am 14. December.Ihr Intervall ist stets „genau auf die Stunde“ 28 Tage. Ich hielt esnach den Antecedentien nicht für wahrscheinlich, dass die Patientinaustragen würde und bereitete sie auf die Möglichkeit eines abermaligenAbortes im dritten Monat vor. Als pracsumptiven Tag des Abortesbezeichnete ich den 7. März (3 X 28 Tage vom 14. December). Inder That ist in der Nacht vom 6. zum 7. März der Abort erfolgt.Das Datum (Nacht vom 6. zum 7. März) war genau dasselbe, zu demvor 23 Jahren die Patientin zum erstenmal mit dem syphilitischenKinde niederkam. In diesen 23 Jahren sind gerade 8400 Tage dahin-gegangen oder präcise 300 Perioden ä 28 Tage. Pacta loquuntur.
Dass beim „habituellen Abort“ clie Gefahr um die Zeit derMenstruationstage am grössten ist, wissen übrigens die Frauenärztesehr wohl. Sie lassen deshalb die Patientinnen gerade um dieseZeit Bettruhe einnehmen.
Auch für den inneren (extrauterinen) Abort scheint es zu gelten,dass sich sein Zustandekommen an die Menstruation knüpft. Wenigstenshabe ich unlängst (am 18. December 1895) gesehen, dass der Frucht-sack einer Tubenschwangerschaft mit beginnender menstrueller Blutungplatzte. Die Prau (Frau J. . . .r) hatte sich Anfang October ver-heiratet, offenbar bald concipirt, trotzdem noch zweimal in den zwanzigerTagen des October und am 20. November die Kegel, wenn auch schwächergehabt. Am 18. December erschien die Kegel wieder und mitihr der Tubenabort.
Also auch die vorzeitige Lösung der Schwangerschaft istnormaliter — wenn hier dieser Ausdruck gestattet wird — eng andie Zeit und die Vorgänge der Menstruation geknüpft.
Nach allem, was wir jetzt über die Geburtwissen, müssen wir sagen: sie verläuft nach demTypus der Menstruation. Wie diese, ist sie an einebestimmte Zeit geknüpft, die in der Norm einem ganzenVielfachen des Menstruationsinter valles entspricht;wie diese gibt sie ihre menstruellen Zeichen in der Nase;wie diese hat sie unter gewissen Bedingungen die Symp-tome der nasalen Dysmenorrhoe*) (den echten Wehen-
Wohl auch die Zeichen der mechanischen Dysmenorrhoe — den Dehnungs-schmerz über der Symphyse.