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Fall33• Fräulein Jenny B.z, 20 Jahre.
Patientin hat seit ihrem 10. Lebensjahre an häufig wiecler-kehrendem Gesichts erysipel gelitten, das gewöhnlich mit Blutung ausder linken Nase begann, und von dem sie erst seit drei Jahren befreitist. Seit ihrer Entwicklung ist linksseitiges Kopfweh und viel Kreuz-schmerz vorhanden gewesen. Das Unwohlsein aber war regelmässigund schmerzfrei.
Seit dem Frühling vorigen Jahres sind die Kopfschmerzen acutgeworden, sie wechseln mit Eingenommenheit des Kopfes ab, kommenmeist beim Stehen, das ihr wegen der Kreuzschmerzen recht schwerwird, sind besonders in der linken Schläfe heftig, und seit ihrem Er-scheinen besteht ein wässeriger Schnupfen der linken Nasenseite(3 Taschentücher pro Tag). Gleichzeitig aber sind Unwohlseinsschmerzen(Bauch und Kreuz) aufgetreten. Sie kommen mit dem Blutverlust unddauern einen Tag.
Die Kranke ist anämisch. Sie hat starke Nonengeräusche.Eisen will sie schlecht vertragen haben. Angeblich bestehen seiteiner Eisencur in Elster die dysmenorrhoi sehen Beschwerden.
Die Nase weist an den Genitalstellen vasomotorische Schwellungenmassigen Umfanges, doch von grosser Empfindlichkeit gegen Sonden-berührung (besonders links) auf. Eiter ist nicht vorhanden. Die Be-handlung besteht in bipolarer Elektrolyse der nasalen Genitalstellen(11. Jänner bis 19. Jänner 1895). Dabei ist die bemerkenswertheBeobachtung gemacht worden, dass die Electrolyse des linken Tub.septi rechtsseitigen Kreuzschmerz auslöst.
Die Therapie hat glänzenden Erfolg gehabt. Kopf- und Rücken-weh und Unwohlseinsschmerzen sind dauernd verschwunden und auchnach einer Influenza im Februar (die sich durch sehr starke Epi-staxis einleitete) nicht wiedergekehrt.
Im August 1895 ist im unmittelbaren Anschluss an eineMenstruation acute Chlorose ausgebrochen, die auf Eisen prompt wich.
Die Kranke ist zur Zeit (1896) noch völlig frei von Beschwerden.
fmi 34. F r 1. I . a S.r, 2 8 J a h r e.
Menstruirte zum 1. Mal im 14. Lebensjahr. Die Menstruationwar schmerzlos bis zum 17. Jahre. Von da an (Patientin gibt alsUrsache mit grösster Bestimmtheit eine starke Erkältung mit Schnupfenan) war das Unwohlsein stets von sehr heftigen Schmerzen im Leibund Kreuz begleitet, sehr verstärkt, und die Dauer 5—6 Tage, stattfrüher 3 Tage. Im Sommer 1890 wurde Patientin wegen Kopfschmerzennasal von mir behandelt (Schwellungskatarrh: Galvanokaustik). Vondieser Zeit an war das Unwohlsein ganz schmerzlos geworden undblieb es durch 3 1 / 3 Jahre bis zu Weihnachten 1893, wo die Patientineine ziemlich schwere Influenza durchzumachen hatte. Da sich über-dies wieder starke Kopfschmerzen einstellten, die täglich erschienen