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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
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sich eine leichte Metritis chronica, bei Frau P., Kr. 17, eine eitrigeEndometritis, an der schon berühmte Frauenärzte vergeblich ihreKunst verwendet hatten; Frau P., Nr. 21, hatte eine Retroflcxiouteri mobilis, die ebenfalls von competentester Seite einer Pessar-behandlung unterzogen war. Die Dysmenorrhöen aber waren auchin diesen drei Fällen mit pathologischem Befund an den Genitalien vonder Nase abhängig. Denn sie schwanden erst mit der Behandlungder letzteren.

In welchen Vorgängen die Entwicklungsdysmenorrhoe eigent-lich ihre letzte Ursache hat, ist schwer zu sagen. Man könnte zunächstdaran denken, dass es sich um eine postinfectiöse Veränderung inder Nase handle, hervorgebracht durch die Beteiligung der Nasebei den Infectionskrankheiten des Kindesalters (Varicellen, Masern,Scharlach, Diphterie), die ja sämmtlich ihre Eingangspforten inden oberen Respirationswegen haben und fast regelmässig dieNase in Mitleidenschaft ziehen. Es ist wenig -wahrscheinlich,dass diese Meinung das Richtige träfe. Denn so unzweifelhaft aufeine solche Weise im späteren Lehen Dysmenorrhoe erworbenwerden kann (wir werden sehr bald zahlreiche Belege dafür kennenlernen), so wenig finden wir in unseren Fällen von Entwicklungs-dysmenorrhoe irgend welche Zeichen von wahren Hyperplasien,von Eiterungen, Granulations- oder Geschwulstbildungen odersonstigen Veränderungen in der Nase, die auf eine Infection hin-weisen.*) Aber noch ein anderer Umstand spricht dagegen. Beierworbener postinfectiöser zur Dysmenorrhoe führender Nasen-veränderung treten die Menstruationsschmerzen sofort nach Ein-wirkung der Ursache auf. Die Influenza hat ja reichlichste Ge-legenheit zur Feststellung dieser zeitlich so präcisen Aufeinander-folge von Ursache und Wirkung gegeben. Bei der Entwicklungs-dysmenorrhoe aber waltet die Eigentümlichkeit oh, dass dieSchmerzen zumeist nicht mit dem ersten Eintritt der Regelbereits erscheinen, sondern sie entwickeln sich allmälig, häufigerst nach Jahresfrist. Den Frauenärzten ist das wolbekannt, undmancher hat über dieses Factum schon seine Verwunderung aus-

*) Nur bei Frau G. W. (Nr. 20) besteht eine linksseitige Adhäsion.Dieselbe ist wohl nur eine zufällige Complication, denn erst die Aetzung derrechten Nasenhälfte, die völlig frei von entzündlichen Veränderungen ist, bringtHeilung.