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Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen : in ihrer biologischen Bedeutung dargestellt
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wierige Eiterungen. Ausserdem hat die Patientin alle .Kinderkrank-heiten durchgemacht, besonders scheint der Keuchhusten sie arg mit-genommen zu haben.

Die Menses sind immer sehr pünktlich, dauern drei Tage, vonnormaler Menge, stets mit starkem Leibschmerz und geringem Kreuz-weh am ersten Tage. Gynäkologischer Befund negativ.

In der linken Nasenhälfte besteht eine Adhäsion zwischen untererMuschel und Septum. Dieselbe wird getrennt. Nach diesem Eingrifferscheint die Periode um fünf Tage verfrüht, wird eingeleitetdurch eine vicariirende Nasenblutung (die mit dem Moment der Geni-talblutung cessirt!) und ist erheblich schmerzhaft.*) Nach demAufhören dieser vorzeitigen periodischen Blutung ist dann noch die vaso-motorisch geschwollene rechte untere Muschel geätzt worden. Von diesemAugenblick an sind sämmtliclie dysmenorrhoischen Schmerzen auchfür die Folgezeit verschwunden.

Frau P . . sch G. g, Schauspielerin. Faim

Patientin kommt in meine Behandlung wegen heftiger Migräne,welche seit einem Abortus aufgetreten ist. Ausserdem leidet sie seitihrer Mädchenzeit an heftiger Dysmenorrhoe, die gewöhnlich mit aus-strahlenden Schmerzen in den Beinen vergesellschaftet ist. Die kör-perliche Untersuchung ergibt das Bestehen einer Betroflexio uteri mobilis,die bisher trotz der Versuche bedeutender Frauenärzte nicht dauerndcorrigirt wurde. Pessare wurden nicht vertragen.

In der Nase linden sich Schwellungen an den unteren Muschelnund den Tubercula septi beiderseits. Die anderen Organe der Patientinsind gesund. Wegen ihrer Migräne wurden am 11. April 1894 bei derPatientin die linke untere Muschel und das Tuberculum septi sin. geätzt.

Das nächste Unwohlsein am 19. April war zum Erstaunen derPatientin mit Gel geringeren (hauptsächlich linksseitigen) Bauch-schmerzen verknüpft. Am 1. Mai 1894 wird die rechte untereMuschel und das Tuberculum septi dextr. behandelt. Darauf tritt am6. Mai also bereits nach 17 Tagen (unerhört früh!) die Periodewieder ein, diesmal mit recht heftigen Leibschmerzen. Zehn Tagespäter, am 16. Mai erscheint die Periode bereits wieder (zur rich-tigen Zeit) und jetzt vollkommen schmerzlos.

Am 2. Juni also 4 Wochen nach dem 6. Mai, wo diePeriode verfrüht erschien hat Patientin eine heftige rechts-seitige Migräne mit Schmerzen im linken Hypogastrium. DieKopf- und Bauchschmerzen werden durch Cocainisirung der rechtenunteren Muschel beseitigt. Die letztere wird noch einmal mitTrichloressigsäure verätzt. Am 6. Juni erscheint die nächste Men-strualblutung ganz und gar ohne Schmerzen (auch ohne Kopfschmerzen).

Die Letzteren sind dann im Sommer noch zweimal, Ende Juni und

*) Vergleiche die Ausführungen auf Seite 9.