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begegnen. Wir wollen sie schlechtweg die Genitalstellen derNase heissen. Damit soll aber keineswegs gesagt sein, dass vonden Genitalien bezw. von sexuellen Vorgängen her nicht nochandere Parthien der Nase beeinflusst werden können. Im Gegen-theil. Von einem Theile der linken mittleren Muschel werden wireinen sehr wichtigen derartigen Connex darzulegen haben. Aberdieser Connex besteht nur „nasopetal“, nur vom Genitale auf dieNase, nicht auch umgekehrt, wie für die Genitalstellen v.a-’ s^/^ygezeigt werden soll. Und auf die letzteren allein bezieht sich dieregelmässige allmonatliche Schwellung. An der Steigerungder Empfindlichkeit und an der Neigung zur Blutung nimmtvielleicht auch die mittlere Muschel theil.
Wir haben also mit der Veränderung der „Genitalstellen“ inder Nase bei der Menstruation eine Grundlage für den Zusammen-hang von Nase und weiblichen Sexualorganen gewonnen. An diesennasalen Genitalstellen, die mit der Menstruation anschwellen, liegeneigenartige Apparate, die Schwellkörper.*) Sie sind Organe von <cavernösem Bau, ganz ähnlich, wie wir sie in der Clitoris z. B. <wiederfinden. Es gehen nämlich, wo sie vorhanden sind, die Capil-laren nicht wie sonst direct in die abführenden Venen über, sondernes schiebt sich dazwischen ein Convolut von Bluträumen ein, diezum Theil mit einander anastomosiren. Verengern sich die Venen,so nimmt die Füllung jener Bluträume zu, und das Volumen desSchwellkörpers vergrössert sich. Man weiss, dass dieser Vorgangunter dem Einflüsse des Ganglion splienopalatinum steht, das durchden N. petrosus profundus sympathische Fasern vom Carotis-geflecht bezieht. Schon durch diese Bahn wäre die Verbindungmit dem sympathischen Nervensystem verständlich, dem ja auchdie Sexualleistungen unterthan sind.
Welchen Zweck diese consensuellen Schwellungen in der Nasehaben, wissen wir nicht. Sie weisen aber darauf hin, dass dieNase eine sehr enge Beziehung zum Geschlechtsorgan haben muss.
*) Anmerkung. Ick. weiss wohl, dass dem Septum von den Anatomenein Schwellkörper stricto sensu nicht zugestanden wird. Es soll sich dortnur um einen besonderen Reichtum an Drüsen und Blutgefässen handeln.Dieser Unterschied mag morphologisch begründet sein. Physiologisch ist jene.Stelle am tuberculum septi den Schwellkörpern in jeder Hinsicht analog.
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