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Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
Entstehung
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250
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NOEVAR(E) i

norvar(e), ut. m. = Norwegenesvare,Bergenvare.nös, Bund, Bündel ?noscken, n. Lichtschnuppen, mixus.lioscn, sw. v. hindern, schaden.nössel nötsel.

nost(e), Viehtränke, Wassertrog.noster, nosteren, nostrik = nuster.not (note), f. Nuss; nicht eine n. = garnichts; note tappen, etwas unnützesthun, das Verlangte nicht erhalten;Teil der Armbrust; Becher in Nuss-(oder Ei-)form.

^nöt, f. (selten m.), 1. Xot, Bedrängnis;Zwang; Mühe, Anstrengung; Be-dürfnis; van node, v. noden(e), vonnöten, notivendigerweise ; n. hebben(mit Gen.) etwas nötig haben, be-dürfen; n. sin, nötig sein. 2. Gewalt-that. (spec. Notzucht); zur Abwehrverübt: Notwehr. Im rechtl. Sinneist not auch 1. üble, nachteilige Folge,Strafe. 2. Hindernis des Erschei-nens vor Gericht. Vgl. nut u. niit.not, st. in, Genosse.notaries, Notar.

nöt-bende, gewaltsame Fesselung.nöt-borge sclnuleborge, (sub)praes.nöt-bow, -bmv, notwendiger Bau, (zurErhaltung des baulichen Zustandes).nöt-borvich, was notwendig gebaut wer-den muss.

nöt-brukinge, Noigebrauch.nöt-daeh, ein wegen dringender Not an-beraumter Gerichtstag ; nötrecht.nöt-dink nötrecht.nöt-drengen, sw. r. zwingen, mit Ge-walt nötigen.

nöt-droft, -drocht nöttroft.nöt-droftieh, -drnftieh, -dnistich = nöt-troftich.

note, sw. m. Genosse, bes. Standcs-genossc,

not(e)-böm , Nnssbaum; not(e)-holt,Nussholz.

notele, nottele (aus lat, notula), /'. Auf-zeichnung, Urkunde,not(e)-nielk (Nussmilch), amidum.noten, sw. r. sik n. in. Das, oder to, je-mandes Genosse werden; sich zu-gesellen.

nöt-geberen (.'), nötig.

iO NOT-SLANGE

nöt-gedrank, Zwang.nnthaftich, -bestich, der Not,dem (rechtl.)Bedürfnisse entsprechend (dem Sinnenach nöchhaftich).nöt-helper, -Imlper, der in der Not aus-hilft, bes. von Heiligen gebraucht ;ein Arbeiter , den der Meister tag-iveise zur Aushülse mietet; fein. not-helpersche.nöt-here, patronus ?nöt-hnnger, zwingender Hunger.nötinne, (Standes)genossin.nöt-knecht, jem, dessen Hülfe man nurin der Not braucht.

nöt-kor(e), erzwungene Wahl, Zwangs-wahl.

notlik, 1 . nötig, notwendig. 2. lästig,drückend. 3. ^nothaftich, nöchaftich.adv. nötliken.

nötlik, scherzhaft, lustig, sonderbar,jocosus, mirabilis,nöt-lofte, erzwungenes Gelübde,nöt-lös, keine Not leidend, d. h. von Ge-richtswegen ohne Anfechtung blei-bend, sine impetitione seu lite.nöt-losene, Lösung aus der Not, d, h.

Gefangenschaft (durch Lösegeld).nöt-mnnde (-mstt), Notzucht, violatiofeminae.

nöt-munden, sw. r. notzüchtigen.

nöt-munder, Notzüchtige).

nöt-numft, gewaltsamer Raub, bes.

Frauenraub und- Notzucht,nöt-numftige klage, Notzuchtsklage.nötorft, nötorst nöttroft.nöt-reelit, -(ge)riehte, ein ausscrordcnl-liches Gericht, Criminalgcricht, Blut-gericht,

nötroft, not rast nöttroft.nötrust (aus nöt-drust), Gewaltsamkeit.nöt-sake, Notsache, Notfall, Notwendig-keit, unvermeidliche Sachs; dage dernötsaken, Zeiten der Not,nöt-sakelik, notwendig.nötsamicheit, Notwendigkeit, Nötigung.nötsclmp, Genossenschaft,nöt-schillink, Gerichtsbusse, welche derVogt auflegte ?

(nötsel), norel, Nössel.nötsel-krös (-krsts), Masskrug, ein Nösselfassend,

nöt-slange, eine AH langer Kanonen.