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Überblick über die Anschaulichkeit vertritt sie. Darauf beruht dieTäuschung, der Platon und seit ihm ungezählte Nachfolger erlagen,wenn sie die Beschäftigung mit den Abstractionen, z. B. mit derMathematik, als ein Leben in einer höheren Welt empfanden unddiese Welt fälschlich als die der reinen Begriffe definierten, währendsie in Wahrheit die der höchsten Erhebung und Zusammenfassungdes Anschaulichen ist. Vielmehr, dass ein Denken in Begriffen vorsich gehen, d. h. dass es die Worte statt der Dinge gebrauchenmuss, ist und bleibt immer ein Nothbehelf. Und je mehr deshalbein Denken sich in reinen Begriffen, d. h. Worten bewegt, destohohler und leerer ist es. Der wahren Genialität, welche das Maxi-mum der praktisch möglichen Annäherung an die theoretisch denk-bare, vollkommene Erkenntnis darstellt, wird sich ein jeder selbstumsomehr annähern, je bestimmter und genauer sein Denken ausder anschaulichen Erfahrung erwächst und ihr treu bleibt. Und indiesem höheren Sinne, nämlich in Beziehung auf ein wahrhaftschöpferisches Denken, können wir uns den Satz des Aristotelesmit einer leichten Änderung aneignen:
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