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biegen sie zu demselben ßehufe nach oben oder unten ab. Diegroße Mehrheit gelangt zu Veranschaulichungen auf einer übersicht-lichen Ebene. Aus ihrer großen Zahl hebe ich die Gewährspersonen8 und 23 wegen ihrer merkwürdigen Figuren hervor. Von allen27 Gewährspersonen sind es endlich nur zwei — 23 und 27 —,welche auf allen Gebieten jedwede Veranschaulichung in Abredestellen. Dabei ist es bemerkenswert, dass von diesen der eine einälterer und gewiss sehr rechengewohnter Geschäftsmann ist, derandere ein junger Mann von großer mathematischer Begabung undaußergewöhnlichem Zahlengedächtnis. Man wird also annehmenmüssen, dass in derartigen Fällen durch große und vielfältigeÜbung der automatische Process des rein begrifflichen Denkens sosehr eingewurzelt ist, dass er den entsprechenden anschaulichenVorgang vollständig verdrängt hat. Keinesfalls aber streitet diesmit meiner These, als welche ja nicht dahin geht, dass jeder einzelneMensch alle Sätze in beiden Formen denken, sondern nur dahin,dass jeder Satz an und für sich in beiden Formen gedacht werdenkönne.
11. Und hiemit haben wir die uns gestellte Aufgabe gelöst.Ich habe versucht zu zeigen, wie der unvollkommen erkennendeEinzelne ganz in seiner unvollkommenen, aber unmittelbar anschau-lichen Erfahrung aufgeht; wie er durch das Bedürfnis der Mit-theilung veranlasst würd, ähnliche Anschauungen unter ein Wortzusammenzufassen, Gesammtanschauungen in Urtheilen, Reihen vonsolchen in Schlüssen auszudrucken; wie sich dann hieraus auch imeinzelnen ein Denken in Worten, Urtheilen und Schlüssen, also einrein begriffliches Denken entwickelt; wie aber das anschaulicheDenken daneben als Erzeuger aller wahrhaft neuen und schöpfe-rischen Gedanken fortbesteht, während das erstere mehr ein ab-kürzender, halb mechanischer Process ist. Vergleichen wir nunaber dieses Ergebnis mit dem Ausgangspunkt, so drängt sich nocheine Frage allgemeiner Natur auf, mit deren Besprechung wir dieseErörterung abschließen wollen.
Man wird nämlich naturgemäß fragen, worin denn nun eigent-lich der Fortschritt dieser ganzen Entwickelung liege? Und dieAntwort, die wir auf diese Frage ertheilen müssen, scheint einewiderspruchsvolle zu sein, ja sogar eine Antinomie in sich zuschließen. Denn einerseits muss gesagt werden, der Fortschrittliegt in der Ausbildung und Vervollkommnung des Unter-scheidungsvermögens. Wir stehen nicht mehr auf der Stufe