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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
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nur die allerzwingendsten Schlüsse aus den allersicherstcn That-sachen zu der Annahme bewegen, dass z. B. ein Hund die allge-meine Vorstellung eines Bettlers habe, wie Huxley a. a. 0. be-hauptet. In Wahrheit nöthigt meines Erachtens nichts zu einersolchen Annahme.

Im Gegentheil muss ich behaupten, dass alle jene Fälle merk-würdiger thierischer Intelligenz, die zum Beweise jener angeblichenreceptuellen Verallgemeinerung angeführt werden, sich durch dasbloße Spiel eines complicierten Associationsprocesses zwischen Einzel-vorstellungen verschmolzenen und nicht verschmolzenen invollkommen zufriedenstellender Weise erklären lassen. Und ich kannauch auf Wundt verweisen, der ähnliche Erklärungsversuche mitbestem Erfolg unternommen hat. *) Ich will diese kurze Erörterungmit dem Falle, den Huxley a. a. 0. anführt, beginnen. Er sagt:»Eine der bemerkenswertesten Eigentümlichkeiten der Hundeseeleist die tiefe Geckenhaftigkeit, wie sie sich in der Aufmerksamkeitzeigt, die der Hund der äußeren Achtbarkeit entgegenbringt. Er,der den Bettler wüthend anbellt, wird den gutgekleideten Herrnohne Widerstreben vorbeilassen. Hat er also nicht eine Art-Vor-stellung von Fetzen und Schmutz, associiert mit einer Empfindungvon Abneigung, und eine Art-Vorstellung von glattem, feinemTuch, associiert mit einer Empfindung von Zuneigung?« Die beidengenannten Associationen wird niemand bestreiten; aber wie willman beweisen, dass des Hundes Eindruck von der zerlumptenKleidung des Bettlers, den er heute erhält, nicht geradezu identischist mit jenem, den er empfangen, als man ihn zuerst lehrte, gegeneinen also verlumpten Bettler in Opposition zu treten? Glaubt mandenn, der Hund müsse die kleinen Nuancen der Zerlumpung be-merken , die uns selbst entgehen ? Oder wer von uns es seidenn ein Künstler kann das Fetzenkleid zweier Vagabunden inder Erinnerung auseinanderhalten ? Ich muss wiederholen, was obenbemerkt wurde: »Die verschiedenen Zerlumpungen der Bettler ver-schmelzen zu einem einheitlichen Bilde« dies ist eine wissen-schaftliche Ausdrucksweise. In Wahrheit werden die Unterschiede,welche belanglos und gleichgiltig sind, übersehen, und was bemerktwird, ist der einheitliche Charakter. Es steht jedermann frei, ebendies eine receptuelle Abstraction zu nennen. Allein der springendePunkt ist dieser, dass das Wesentliche einer Verallgemeinerung ein

) Wundt, Vorlesungen über die Menschen- und Thierseele. II, pag. 382 ft'.