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empfind ungen) genügt. Und daraus müssten wir denn entnehmen,dass diese drei logischen Fundamentalthatsachen dem geselligenLeben, also dem Mittheilungsbedürfnis, der Sprache, ihre Ent-stehung verdanken, wenn wir nicht noch eine Fiction eingeführthätten: die vollkommene Ausbildung des Wahrnehmungs- und
Unterscheidungsvermögens. Diese Fiction hindert uns aber gleich-zeitig, die bisherigen Ergebnisse durch die Erfahrung zu veri-ficieren: denn gerade die wirklich »einzelnen«, d. h. nicht sprach-begabten Wesen, nämlich Thiere und Kinder — die Taubstummenkommen der Zeichensprache wegen kaum in Betracht — sind voneiner solchen Vollkommenheit gar weit entfernt. So ergibt sich uns dieAufgabe, vorerst zu untersuchen, inwiefern die gewonnenen Resul-tate durch Aufhebung jener Fiction, also durch Anerkennung einessehr mangelhaften Wahrnehmungs- und Unterscheidungsvermögens,abgeändert werden, und hierauf diese modificierten Resultate durchdie Beobachtungen an Thieren und Kindern zu bewähren. Diesenämlich können als isolierte Einzelne insof'erne gelten, als sie nichtim philosophischen Sinne £<oz toAitbcx sind, d. h. Wesen, derenganzes Innenleben durch die Beziehungen zu den Genossen bedingt,Wesen, zwischen deren Seelen die Kluft, die das Ich vom Dutrennt, zwar nicht ausgefüllt, aber doch überbrückt ist.
o. Das Wesen dieser Abänderungen lässt sich am bestenzusammenfassen in dem einen Worte: Verschmelzung der Vor-stellungen, das Wort in jenem Sinne verstanden, in dem es alspsychologisches Gesetz aufgestellt wurde, und zwar klar und aus-drücklich meines Wissens zuerst von Alfred Binet.’) Er formuliertdasselbe mit folgenden Worten: »Lorsque dcux etats de consciencescmblablcs se prescntent a notre eSprit simultanement ou dans wiesucccssiuii immediate (r), ils se fondent cnsemble et ne forment qn'unseul etat.«
Wie man die mit diesen Worten ausgesprochene Wahrheiterklärend beschreiben möge, verschlägt wenig. Man kann sie aufdas Entlastungsbedürfnis unseres allzu schwachen Gedächtnisseszurückführen und dann mit Locke * 2 ) sagen: » But it is beyond thepowcr of the human capacity to frame and retain distinct ideas ofall the particular things we meet with«, oder an einer anderenStelle s ) von den durch Verschmelzung entstandenen allgemeinen
Einet, La Psychologie de raisonnement, pag. 96 ff.
2 ) Locke, Of human understanding. III c 3, s. 2.8 ) Locke, Of human understanding. IV c 7, s. 1.