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Der Grosse Kurfürst und Moritz von Nassau, der Brasilianer : Studien zur brandenburgischen und holländischen Kunstgeschichte
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II. Aus einer vergessenen Residenz des Gr. Kurfürsten.

gegen lief damals die eiserne Tombe des Fürsten Moritz ernstlichGefahr beseitigt und vernichtet zu werden. So verlangte es derEifer der französischen Republikaner.

Glücklicherweise wurde dieses Unheil von dem Monumenteabgewendet. Ja, zur Ehre des französischen Namens muss her-vorgehoben werden, dass es zur Zeit des Empire ein UnterpräfektNamens Gruat war, der sich sowohl der am Fundament und Sockelschwer beschädigten Tombe, wie auch des ganzen Umgebung desMoritzgrabes liebevoll annahm. Mit seiner Genehmigung wurdeferner im Sommer 1811 an dieser denkwürdigen Stätte eine Er-innerungsfeier zu Ehren des Brasilianers veranstaltet und denManen des erlauchten Mannes ein Denkstein gesetzt, der jenenfranzösischen Beamten, ungeachtet einer dem grossen Kurfürstenvon Brandenburg gleichzeitig zugefügten verschleierten Herab-setzung, nicht minder ehrt, als den rastlosesten und kunstsinnigstenStatthalter Friedrich Wilhelms. Die lateinische Inschrift desDenksteins in der Nähe der Tombe lautet zu deutsch:

Denkmal des Moritz von Nassau.

Zum Andenken

Des Joh. "Wilhelm (!) Moritz von Nassau-Siegen,

Des Mannes von fürstlicher (?) Gehurt,

Zum Statthalter über OleveVon Friedrich Wilhelm, Markgr. von Brandenburggesetzt — haben

Die Bürger von Oleve und der MagistratDas Grabdenkmal des

Im J. 1679 gestorbenen und um sie hoch verdienten,

Der die inneren Wege der Stadt hat pflastern

Die äussern mit schattigen Baumpflanzungen hatumgehen lassen,

Aus der Zerstörung der Zeit wieder aufgerichtetIm Jahre 1811

Im VII. Begierungsjahr Napoleons.

Montalivet, Minister des Innern. Baron Ladoucette, Präfectdes Ruhr-Departements. E. N. Gruat, Stellvertr. Unterpräfectzu Cleve. Schacht, Bürgermeister.