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Der Grosse Kurfürst und Moritz von Nassau, der Brasilianer : Studien zur brandenburgischen und holländischen Kunstgeschichte
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Das Schicksal der Minerva des Quellinus.

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Freigebigkeit Amsterdams ein'Wahrzeichen auf deutschem Bodensetzte, vor völliger Vernichtung.

Auch jener jonische Hallenbau war seitdem eine Ruine undwurde im Jahre 1827 abgetragen. Schon aber liess König FriedrichWilhelm HI. eine freilich nur primitive Wiederherstellung derSpringberganlage beginnen. Die Minerva, welche Helm und Speersamt dem rechten Arme und ihr Attribut, die Eule, welcheeinen Flügel eingebüsst, wurden „von einem Sachkundigen, jedochnicht meisterhaft“ restauriert. Von Velsen hat recht — nichtmeisterhaft. Er hätte dreist stümperhaft sagen dürfen. Namentlichschädigt der viel zu schwächlich gerathene Arm mit dem aus-druckslosen Griff der rechten Hand ganz empfindlich die Wirkungdieser feinsinnigen niederländischen Leistung; auch glaube ichnicht, dass der Helm ursprünglich einen solchen grossen un-hellenischen Federbusch besessen hat. Hoffentlich nimmt sichdie preussische Regierung auch einmal noch dieser alten Kunst-schöpfung an. Zur Erinnerung an den Hallenbau des erstenHohenzollernkönigs wurde an der Stelle des mittleren Pavillonsin neuester Zeit ein kleiner offener jonischer Rundtempel miteiner weiblichen Statue darin errichtet. Ganz oben, auf der Spitzedes Berges, erhebt sich endlich, zugleich als Point de Vue, dermit einem Adler gekrönte Obelisk des clevischen Kriegerdenkmalsfür 1870/71.

Und nun das idyllische Bergenthal. Hier waren es schonim Jahre 1702 französische Hände, die das halbrunde Gemäuermit den Antiken und den Urnenaufsätzen beschädigten. Ueberden Sachverhalt wurden genaue Beschreibungen und Gutachtenamtlicherseits veranlasst, die, samt den hierauf bezüglichen könig-lichen Rescripten und einer plumpen Skizze, im Berliner Staats-archiv aufbewahrt werden. Der bekannte AlterthumsforscherL. Beger machte in seinem Gutachten vom 13. Dezember 1702den Vorschlag, die besten der noch erhaltenen Stücke in dieBerliner Antiquitätenkammer überzuführen und Cleve durch Kopienzu entschädigen. Das geschah freilich nicht. Die Folge war,dass die von verschiedenen Autoren gewürdigten Skulpturen undInschriften im Laufe des 18. Jahrhunderts ihrem Untergang ent-gegengingen. Da veranlasste der Kammerpräsident von Buggen-hagen endlich im Jahre 1792 ihre Ueberführung in den Ritter-saal der Schwanenburg, von wo sie später in das Kabinetrheinischer Alterthümer der Bonner Universität gelangten. Da-